alles fließt

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borgeli Avatar

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Sara lebt zurückgezogen auf dem Grundstück ihrer Eltern und hat von ihrem Vater den Aufgabe übernommen, mit der Fähre die Einwohner eines abgelegenen Ortsteils über den Fluss zu bringen. Bei einer letzten Rückfahrt des Tages kommt ein sichtlich erschöpfter und verletzter junger Mann auf ihre Fähre. Uns wird Sara gleich als Einzelgängerin vorgestellt; dass sie keinen einfachen Zugang zu anderen Menschen hat ist offensichtlich. Und so ist ihre Begegnung mit Leon für sie eine schwierige Aufgabe. Da er aber verletzt ist und Hilfe braucht überwindet sie sich dazu und lässt ihn bei sich übernachten.

Wie vom Leser erwartet wird daraus ein längerer Aufenthalt. Leon kann Sara bei den vielen liegengebliebenen Arbeiten unterstützen und es entwickelt sich ein freundschaftliches Miteinander. Recht unverständlich ist für mich Leons Verhalten. Nachdem zwischen den beiden eine Vertrautheit heranwächst verschweigt er weiterhin zwei sehr wichtige Themen. Seine Ausrede, Seite 258, ist doch sehr dünn "Ich wollte es dir schon die ganze Zeit sagen, aber es ist immer wieder was dazwischengekommen."

Die Geschichte wird ruhig erzählt und lebt von dem vorsichtigen Annähern der beiden. Beide haben aus der Vergangenheit ihre Geheimnisse, haben eine enge Verbindung zur Natur und sorgen sich um die Zukunft.