Alles im Fluss?!

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frechdachs_aus_dem_blätterwald Avatar

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Das Romandebüt "Tage am Fluss" von Jochen Mariss hatte mich beim Lesen ziemlich schnell eingefangen gehabt.

Die große Stärke liegt aus meiner Sicht darin, dass die Geschichte vielleicht auf den ersten Blick eher unspektakulär daher zu kommen scheint, aber wenn man sie richtig an sich ranlässt, mit sehr vielen verschiedenen aktuellen gesellschaftlichen Themen konfrontiert wird.

Einem Fluss gleich, mänandert der Autor dabei sehr stilsicher und wenig effektheischend zwischen den Themen hin und her. Er lässt dabei bewusst Leerstellen und Rätsel, um die Geheimnisse der einzelnen Protagonisten nicht vorschnell aufzudecken.

Die durchweg kurzen Kapitel tragen dann dazu bei, einfach nur so durch die Geschichte zu fliegen. Also auch für kurz nur ein Kapitel zwischendurch, beispielsweise in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, ist diese Story hervorragend geeignet.

Die unterschiedlichen Charakteren haben mir dabei besonders gut gefallen. Mit ihren Ecken und Kanten sind sie gut greif- und auch nachvollziehbar. Ihre speziellen Geheimnisse bringen dann noch die richtige Würze und Spannung in die sehr kurzweilige Storyline.

Alles in allem war ich gerne zu Besuch bei der Einsiedlerin Sara auf dem Grünen Mond. Miteinander haben wir eine Zeit erlebt, die man so schnell nicht mehr vergessen wird.