Aufforderung zum Handeln
Man spürt auf jeder Seite des Buchs, dass Jochen Mariss die Umweltthemen stark am Herzen liegen. Um diese zu transportieren, nutzt er im Buch viele Stilmittel. Vom indirekten Erleben über die Protagonisten bis hin zu sachbuchartigen Passagen der Erklärung.
Dies ist eingebettet in die Geschichte von Sara und Leon. Sara ist eine Eigenbrötlerin, wie sie im Buche steht. Als Fährfrau sorgt sie dafür, dass die Bewohner von Erlengrund über den Fluss kommen, ist Selbstversorgerin und mag scheinbar keine Menschen. Sie kämpft dagegen, dass direkt auf ihrem Grund eine Brücke über ihren Fluss gebaut wird. Zufällig tritt Leon in ihr Leben. Ein Umweltaktivist, der bei ihr untertaucht.
Mir gefällt es, wie Leon die harte Schale von Sara zum Bröckeln bringt. Wie er durch interessiertes Fragen in ihr Leben eintaucht. Wie sie offen ist für ein Nachdenken über Themen. Mir gefällt auch, wie sich zwischen beiden eine Bindung entwickelt.
Doch anstatt hier tiefer einzutauchen, macht der Autor diverse Nebenstränge auf, ohne sie abschließend zu behandeln: Alkoholismus, schwierige Kindheit, früher Tode des Bruders, Kriegstraumata beim Vater, Übergriffe am Eigentum, die Liste ließe sich sicher noch verlängern. Das ist sehr schade, denn dadurch verliert mich das Buch.
Ebenso überflüssig ist für mich die immer wiederkehrende Aufforderung zum Naturschutz, hier leider mit dem Holzhammer. Da darf man seinen Lesern schon zutrauen, aus dem Erzählten die Dringlichkeit zum Handeln abzuleiten. Denn wenn Jochen Mariss uns in die Ängste und Sorgen seiner Protagonisten mitnimmt, uns direkt teilhaben lässt an ihren Gedanken, entwickelt das Buch eine große Stärke.
Dies ist eingebettet in die Geschichte von Sara und Leon. Sara ist eine Eigenbrötlerin, wie sie im Buche steht. Als Fährfrau sorgt sie dafür, dass die Bewohner von Erlengrund über den Fluss kommen, ist Selbstversorgerin und mag scheinbar keine Menschen. Sie kämpft dagegen, dass direkt auf ihrem Grund eine Brücke über ihren Fluss gebaut wird. Zufällig tritt Leon in ihr Leben. Ein Umweltaktivist, der bei ihr untertaucht.
Mir gefällt es, wie Leon die harte Schale von Sara zum Bröckeln bringt. Wie er durch interessiertes Fragen in ihr Leben eintaucht. Wie sie offen ist für ein Nachdenken über Themen. Mir gefällt auch, wie sich zwischen beiden eine Bindung entwickelt.
Doch anstatt hier tiefer einzutauchen, macht der Autor diverse Nebenstränge auf, ohne sie abschließend zu behandeln: Alkoholismus, schwierige Kindheit, früher Tode des Bruders, Kriegstraumata beim Vater, Übergriffe am Eigentum, die Liste ließe sich sicher noch verlängern. Das ist sehr schade, denn dadurch verliert mich das Buch.
Ebenso überflüssig ist für mich die immer wiederkehrende Aufforderung zum Naturschutz, hier leider mit dem Holzhammer. Da darf man seinen Lesern schon zutrauen, aus dem Erzählten die Dringlichkeit zum Handeln abzuleiten. Denn wenn Jochen Mariss uns in die Ängste und Sorgen seiner Protagonisten mitnimmt, uns direkt teilhaben lässt an ihren Gedanken, entwickelt das Buch eine große Stärke.