Bewegender Sommerroman

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flotteranton Avatar

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Die Fährfrau Sara lebt ein abgeschottetes Leben mit ihren Tieren und möglichst wenig Kontakt zu ihren Mitmenschen. Als eines Tages ein verletzter junger Mann auf ihrer letzten Fahrt des Tages auf ihrer Fähre strandet, nimmt sie ihn mit auf ihren Hof – für eine Nacht. Aber er berührt irgendetwas tief in ihrem Inneren und so reihen sich die Tage aneinander.

Sara und Leon haben trotz des Altersunterschieds einiges gemeinsam. Beide tragen Verletzungen aus der Vergangenheit mit sich. Die gemeinsame Arbeit auf dem Hof schafft eine Verbindung und Vertrauen. Nach und nach kann sich Sara Leon gegenüber öffnen und beginnt Erlebnisse aus der Vergangenheit zu erzählen und zu verarbeiten. Und Leon fühlt sich und seine Ängste verstanden.

So wie der Fluss als ständiger Begleiter von Sara dahinfließt, so ist es auch mit der Geschichte. Der Fluss bewegt sich mal langsam und träge, dann plätschert er fröhlich dahin und mal wird er wild und tritt über die Ufer. Genauso habe ich den Fluss der Erzählung empfunden. Der Vergleich passt auch zu den Emotionen der beiden Protagonisten: Liebe, Trauer, Freude, Glück, Hoffnung, Vertrauen, Enttäuschung und Angst.

Ein ruhiger Sommerroman, in den Themen wie Umwelt- und Naturschutz sowie die Klimaveränderung und Ressourcenverschwendung gut integriert wurden und nachdenklich stimmen. Ich habe mich beim Lesen dieses Buches sehr wohl gefühlt.