Die Seele lüften

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marcialoup Avatar

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Man nehme ein altes Haus im Nirgendwo, mit viel Natur, und stecke dort interessante Protagonisten hinein, die immer wieder am Haus renovieren, während nebenbei eine Geschichte läuft.
Davon gibt es zahlreiche Bücher, die angenehm entschleunigen und schön zu lesen sind, man muss die Perlen herauspicken.

In dieser Geschichte ist neben dem Haus und der traumatischen Vergangenheit der Protagonistin auch Umweltschutz thematisiert.

Sara ist Fährfrau im Dorf Erlengrund. Sie lebt auf dem Hof, den ihre Eltern ihr hinterlassen haben. So langsam ist alles in die Jahre gekommen und Sara hat viele Baustellen. Nicht nur am Haus, auch um ihre Fähre muss sie bangen, weil der Bürgermeister eine Brücke durch ihr Grundstück bauen möchte. Und auch die Brücke zu ihrem Herzen ist in vielerlei Hinsicht unpassierbar. Aufarbeitungen der Vergangenheit sind bitter nötig und werden ihr mit Leon serviert, der eines Tages, äußerlich völlig zerstört, auf ihre Fähre kommt und sofort, wie auf der Flucht, auf die andere Seite möchte.
Sara verarztet Leon, der sie stark an ihren Bruder Jan erinnert. Und damit sind viele Steine ins Rollen gebracht worden...
Sara muss dringend ihre "Seele lüften" wie sie so schön sagt!

Ein schönes Sommerbuch... nicht mehr, nicht weniger!