Die Seele lüften, den Blick weiten
Das Buch hat mich von Anfang an neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Sara ist eine starke, aber auch sehr eigenwillige und dadurch ein Stück weit einsame Frau. Leon, der bei ihr Zuflucht sucht, nervt sie am Anfang, schafft es dann aber doch, ihre harte Schale zu durchbrechen. Beide haben ihre Geheimnisse, ihre Traumata, und nach und nach erfahren wir von beiden die ganze Geschichte - dramatisch, aber trotzdem unaufgeregt, dafür sehr eindringlich erzählt. Ein großes Thema in diesem Buch ist natürlich Saras Fährgeschäft, dass durch Pläne für den Bau einer Brücke gefährdet wird, auf Leons Seite ist es die radikale Art, für den Schutz der Wälder einzutreten. Aber auch die Familiengeschichte der beiden spielt eine elementare Rolle, und als beide Welten aufeinandertreffen, führt das sowohl zu Verständnis als auch Enttäuschung. Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten, haben sie letztlich doch so vieles gemeinsam, für das es sich zu kämpfen lohnt.
Glücklicherweise hat der Autor es vermieden, eine große romantische Beziehung aufzubauschen, was dem Buch seine Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit geraubt hätte. Fazit: ein sehr berührendes Buch, das mich mitgerissen, deprimiert, aber auch sehr gut unterhalten hat.
Glücklicherweise hat der Autor es vermieden, eine große romantische Beziehung aufzubauschen, was dem Buch seine Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit geraubt hätte. Fazit: ein sehr berührendes Buch, das mich mitgerissen, deprimiert, aber auch sehr gut unterhalten hat.