Ein Roman wie ein Fluss, mal gemächlich, mal mitreißend

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urmeli Avatar

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Sara Harmsen hat den Hof und den Fährbetrieb von ihrem Vater übernommen und versucht ihr bestes, die vielen Arbeiten zu bewältigen. Die Schafe und Hühner müssen versorgt werden, Holz gehackt und gestapelt, Gras gemäht und getrocknet werden und vieles mehr. Sie lebt mit ihrer Hündin Luna alleine, sie ist wortkarg und menschenscheu. Am Liebsten sind ihr ihre Bücher, in deren Geschichten sie eintauchen kann. Bis sie als letzten Fährgast auf Leon trifft, der verletzt ist und Hilfe benötigt. Sie nimmt ihn mit und damit ändert sich ihr Leben komplett. Sie lernt die Hilfe und die Anwesenheit Leons zu schätzen. Doch ihrer Idylle am Fluss droht das Ende, das Dorf will eine Brücke bauen, direkt an ihrem Hof. Damit wird die ganze Natur zerstört, dagegen muss sie etwas tun. In Leon, der als Umweltaktivist vor der Polizei geflohen ist, findet sie einen Mitstreiter.
Der Roman wird im Wechsel mal aus Saras und mal aus Leons Sicht erzählt. Einerseits geht es um den Erhalt der Natur, andererseits haben beide Geheimnisse und Altlasten, die sie dem anderen verschweigen. Die verschlossene Sara lernt allmählich durch Leon, sich anderen zu öffnen. Der Roman ist wie ein Fluss, der mal langsam fließt und dann wieder Tempo aufnimmt und einen mitreißt. Der Schreibstil gefällt mir gut und die Aussage, die Natur braucht den Menschen nicht, der Mensch hingegen die Natur, sollte uns zu denken geben.