Ein schönes Sommerbuch

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ninaaa01 Avatar

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„Tage am Fluss“ ist eine ruhige, atmosphärische Sommerlektüre, die ernste Themen mit einer leichten Erzählweise verbindet. Beim Lesen konnte ich die Hitze des Sommers, das Leben am Fluss und die enge Verbundenheit der Figuren mit der Natur förmlich spüren. Besonders gut gefallen hat mir, wie der Roman Themen wie Trauer, Schuld, Zukunftsängste und Klimaschutz aufgreift, ohne dabei zu schwer zu werden.

Sara lebt zurückgezogen an ihrem Fluss und kämpft nicht nur gegen einen potentiellen Brückenbau, sondern auch mit ihrer Vergangenheit. Durch die Begegnung mit Leon, der auf der Suche nach seinem Platz im Leben ist, kommen beide ins Nachdenken und entwickeln sich weiter. Die Gespräche zwischen den beiden und ihre gemeinsame Liebe zur Natur machen einen großen Teil des Charmes der Geschichte aus.

Einziger Kritikpunkt für mich war die angedeutete romantische Komponente zwischen Sara und Leon. Für mein Empfinden hätte es diese nicht gebraucht, da sich daraus letztlich nichts Weiteres entwickelt. Ihre Beziehung wirkte auf mich vielmehr wie eine besondere Freundschaft, und ich hätte es stimmiger gefunden, wenn der Roman diesen Weg konsequent weiterverfolgt hätte. Außerdem gab es vereinzelt einige unrealistische Momente, beispielsweise als Leon Sara ausgerechnet während eines heftigen Unwetters einen Brief zeigen möchte. Solche Szenen haben mich kurz aus der ansonsten sehr glaubwürdigen Geschichte herausgerissen.

Insgesamt ist „Tage am Fluss“ jedoch ein warmherziger und lesenswerter Roman mit viel Naturverbundenheit, sympathischen Figuren und einer gelungenen Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang, der mich von der Atmosphäre her sehr an "Alte Sorten" von Ewald Arenz erinnert hat. Perfekt für entspannte Sommertage!