Eine Geschichte so mitreißend wie der Fluss, von dem sie erzählt!
"Bei dieser Aufzählung hatte Sara plötzlich selbst das Gefühl, dass die Fähre häufiger stillstand, als dass sie fuhr. Auf einmal kam ihr das blau-weiße Boot vor wie ein aus der Zeit gefallenes, schrottreifes Gefährt."
20. Kapitel
Ja, sie wirkt wie ein Relikt aus der Vergangenheit, die Fähre und ebenso ihre Fährfrau Sara. Doch sie bringen ihre Gäste sicher von einer Seite des Flusses auf die andere, auch wenn Rufe nach einer Brücke laut werden. Sara lebt ein einsames Leben, mit einer Handvoll Tiere und jeder Menge Arbeit und Pflichten.
Eines Abends landet ein junger Mann auf ihrem Boot, verletzt, in zerrissenen Klamotten. Spontan hilft Sara ihm, und Leon bleibt länger als geplant am Fluss, im Haus im Grünen Mond. Er hilft Sara bei längst überfälligen Reparaturen, dafür gibt sie ihm Essen und ein Dach über dem Kopf.
Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Sara und Leon trennt ein größerer Altersunterschied, sie sind unter gänzlich verschiedenen Bedingungen aufgewachsen und erzogen worden. Leon ist ein Freigeist, der kaum ein Zuhause kennt, Sara verlässt kaum ihren Grünen Mond und den Fluss. Und doch eint die beiden ihre große Liebe zur Natur und der unbändige Wunsch, sie zu schützen.
Der Klimawandel macht sich überall bemerkbar und auf eine lange Hitzeperiode folgt unweigerlich der Regen - der Fluss tritt über die Ufer und so wie das Wasser anschwillt, kommen auch die Emotionen und alte Geheimnisse nach oben und die Lage am Fluss spitzt sich auf allen Ebenen zu.
Ich habe mich sehr wohl gefühlt in den Tagen am Fluss! Die Protagonisten sind stimmig gezeichnet. Sara ist eine unabhängige Frau, kräftig und mit einem starken Willen. Leon hat seinen Platz im Leben noch nicht gefunden. Ruhelos versucht er, sein aussichtsloses Ziel zu erreichen. Bei Sara findet er Beständigkeit, eine Aufgabe und etwas zu sich selbst.
Sara lebt ursprünglich, mit der Natur, versorgt ihre Tiere und wird von ihnen versorgt. Ein Leben, das aus der Zeit gefallen wirkt. Ich glaube, für Sara selbst ist es "altmodisch", doch eigentlich entspricht es dem jetzigen Zeitgeist der Rückbesinnung und Einfachheit, der Selbstversorgung.
Auch das Setting drumherum hat mir sehr gut gefallen. Seien es die tierischen Mitbewohner von Sara oder ihre Fahrgäste. Manche von ihnen schätzen die Ruhe, die ihnen die Fähre verschafft. Andere möchten immer und jederzeit, auch mit dem Auto, von einer Seite des Flusses zur anderen und setzen sich für eine Brücke ein. Eine Brücke, die viel Natur zerstören würde und nicht nur Erleichterung für die Bevölkerung, sondern auch Touristen und mit ihnen Lärm und Unruhe bringen würde.
Sara, und bald auch Leon, wissen, wie sehr die Fähre ihren Ort beschützt. Doch die zwei sind nicht immer ehrlich - weder zu sich selbst noch zueinander und unverhofft kommen alte Geschichten ans Licht und ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt, gerade als die Welt, wie sie sie kennen, auseinanderzufallen droht.
So spitzen sich die Ereignisse zu und der Roman bleibt bis zur letzten Seite spannend und überraschend!
Fazit:
Eine Geschichte so mitreißend wie der Fluss, von dem sie erzählt!
20. Kapitel
Ja, sie wirkt wie ein Relikt aus der Vergangenheit, die Fähre und ebenso ihre Fährfrau Sara. Doch sie bringen ihre Gäste sicher von einer Seite des Flusses auf die andere, auch wenn Rufe nach einer Brücke laut werden. Sara lebt ein einsames Leben, mit einer Handvoll Tiere und jeder Menge Arbeit und Pflichten.
Eines Abends landet ein junger Mann auf ihrem Boot, verletzt, in zerrissenen Klamotten. Spontan hilft Sara ihm, und Leon bleibt länger als geplant am Fluss, im Haus im Grünen Mond. Er hilft Sara bei längst überfälligen Reparaturen, dafür gibt sie ihm Essen und ein Dach über dem Kopf.
Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Sara und Leon trennt ein größerer Altersunterschied, sie sind unter gänzlich verschiedenen Bedingungen aufgewachsen und erzogen worden. Leon ist ein Freigeist, der kaum ein Zuhause kennt, Sara verlässt kaum ihren Grünen Mond und den Fluss. Und doch eint die beiden ihre große Liebe zur Natur und der unbändige Wunsch, sie zu schützen.
Der Klimawandel macht sich überall bemerkbar und auf eine lange Hitzeperiode folgt unweigerlich der Regen - der Fluss tritt über die Ufer und so wie das Wasser anschwillt, kommen auch die Emotionen und alte Geheimnisse nach oben und die Lage am Fluss spitzt sich auf allen Ebenen zu.
Ich habe mich sehr wohl gefühlt in den Tagen am Fluss! Die Protagonisten sind stimmig gezeichnet. Sara ist eine unabhängige Frau, kräftig und mit einem starken Willen. Leon hat seinen Platz im Leben noch nicht gefunden. Ruhelos versucht er, sein aussichtsloses Ziel zu erreichen. Bei Sara findet er Beständigkeit, eine Aufgabe und etwas zu sich selbst.
Sara lebt ursprünglich, mit der Natur, versorgt ihre Tiere und wird von ihnen versorgt. Ein Leben, das aus der Zeit gefallen wirkt. Ich glaube, für Sara selbst ist es "altmodisch", doch eigentlich entspricht es dem jetzigen Zeitgeist der Rückbesinnung und Einfachheit, der Selbstversorgung.
Auch das Setting drumherum hat mir sehr gut gefallen. Seien es die tierischen Mitbewohner von Sara oder ihre Fahrgäste. Manche von ihnen schätzen die Ruhe, die ihnen die Fähre verschafft. Andere möchten immer und jederzeit, auch mit dem Auto, von einer Seite des Flusses zur anderen und setzen sich für eine Brücke ein. Eine Brücke, die viel Natur zerstören würde und nicht nur Erleichterung für die Bevölkerung, sondern auch Touristen und mit ihnen Lärm und Unruhe bringen würde.
Sara, und bald auch Leon, wissen, wie sehr die Fähre ihren Ort beschützt. Doch die zwei sind nicht immer ehrlich - weder zu sich selbst noch zueinander und unverhofft kommen alte Geschichten ans Licht und ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt, gerade als die Welt, wie sie sie kennen, auseinanderzufallen droht.
So spitzen sich die Ereignisse zu und der Roman bleibt bis zur letzten Seite spannend und überraschend!
Fazit:
Eine Geschichte so mitreißend wie der Fluss, von dem sie erzählt!