Eine leichte Lektüre zu schweren Themen

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leseekki Avatar

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Nachdem ich den Blurb von Luisa Neubauer gesehen hatte, musste ich TAGE AM FLUSS von Jochen Mariss unbedingt lesen.
Ich muss gestehen, ich hatte etwas Anspruchsvolleres erwartet. Manchmal war mir die Sprache zu einfach, die Geschichte zu konstruiert und die nächsten Situationen und Handlungen zu vorhersehbar, aber nichtsdestotrotz habe ich das Buch am Ende zufrieden und mit einem Lächeln zugeklappt. Zum einen überzeugt die Nähe, die zu den beiden Hauptprotagonisten aufgebaut wird sowie deren Charakterzeichnungen, zum anderen ist tatsächlich diese gewisse einfache Leichtigkeit die Brücke, über die die gewichtigen Inhalte und Konsequenzen rund um die Klimakatastrophe an die lesende Person herangetragen werden. Und das weiß ich sehr zu schätzen und will ich honorieren, weil ich selbst Aktivist bin und mir vertraut ist, wie ablehnend, bockig und ignorant viele Menschen dem gegenüberstehen.
So werte ich TAGE AM FLUSS als wertvollen Roman, der für die Folgen der Klimakatastrophe im ländlichen Raum sensibilisiert, und zugleich eine Liebeserklärung an das Abenteuer Leben, Gemeinschaft und die Liebe zueinander und zur Natur ist. Manchmal musste ich leicht verklärt an HAROLD UND MAUDE denken.