Einsames Leben mit Fähre und Fluss

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piperowja Avatar

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Sara Hansen, die Fährfrau, lebt auf dem grünen Mond, einem weitläufigen Grundstück am Rande eines flüsternden Flusses. Die Fähre hat sie von ihrem Vater übernommen, dazu bewirtschaftet sie einen Hof mit Hühnern und Schafen. An einem heißen Sommertag stolpert ein junger Mann auf ihre Fähre, ohne Geld für die Überfahrt und zudem verletzt. Sara nimmt Leon mit ins Haus, versorgt seine Wunde und wünscht sich insgeheim, dass er bald wieder geht. Doch Leon bleibt, hilft im Haushalt, gießt die Pflanzen und schert die Schafe. Stück für Stück offenbaren sich Episoden aus Saras und Leons Leben sowie die möglichen Folgen eines geplanten Brückenbaus. Die Herausforderungen wachsen, doch gerade daraus entsteht die Wendung, als Leon nach einem Streit zum Grünen Mond zurückkehrt.

Jochen Mariss versteht es meisterhaft, Situationen mit knappen Sätzen einzufangen: „Ihr Gesicht wirkte fremd, beinahe wie entstellt. Blitze schossen aus ihren grünen Augen.“ Besonders beeindruckt haben mich auch die eindringlichen Hinweise auf die Zerstörung der Natur durch Autobahn- und Brückenbau.

Insgesamt ist dies ein gelungener Roman über das Leben im Einklang mit der Natur. Ich empfehle das Buch allen, die ein ähnliches Interesse hegen.