Entschleunigende Alltagsflucht
Tage am Fluss“ von Jochen Mariss ist ein Buch, auf das man sich einlassen wollen muss. Wer einen rasanten Plot oder laute Pointen sucht, ist hier falsch. Stattdessen bietet das Werk eine wunderbare, fast schon meditative Auszeit vom hektischen Alltag ohne das Leben dort zu romantisieren.
Sarah Harmsen lebt alleine auf dem „Grünen Mond“ einer kleinen Halbinsel in Norddeutschland auf ihrem Hof mit ihren Tieren und hat sich gut eingerichtet alleine zu sein. Sie lebt von ihrem Fährbetrieb und mit der Natur, bis ein ungebetener Gast ihr Leben auf den Kopf stellt.
Mariss besticht vor allem durch seine feine, sehr bildhafte Sprache. Die Beschreibungen der Natur und der kleinen, scheinbar unbedeutenden Momente am Wasser haben eine ganz eigene Poesie. Man merkt beim Lesen förmlich, wie sich der eigene Puls verlangsamt.
Ein kleiner Kritikpunkt: Ich brauchte ein wenig um mich auf die eher langsame Erzählart einzulassen. Aber dann hat es für mich den Zauber des Buches ausgemacht. Für das Buch sollte man nicht zu zartbesaitet sein, da das Leben auf dem Land alleine auf einem Bauernhof sich (für mich als Stadtkind) relativ realistisch anhört und wenig romantisiert wurde.
Ein großes Plus der Hörbuchfassung ist die Besetzung mit zwei verschiedenen Stimmen. Das Zusammenspiel der beiden Sprecher verleiht dem ohnehin schon atmosphärischen Text noch einmal mehr Tiefe und Facettenreichtum. Beide harmonieren wunderbar miteinander und fangen die ruhige, poetische Grundstimmung des Buches perfekt ein.
Fazit:
„Tage am Fluss“ ist kein literarisches Actionfeuerwerk, sondern eine leise, feinsinnige Liebeserklärung an die Natur, die Entschleunigung und wie gefährdet unser Paradies ist: Wer ein (Hör-)Buch zum Durchatmen an einem sonnigen Nachmittag sucht, wird hier sehr angenehme Stunden verbringen!
Sarah Harmsen lebt alleine auf dem „Grünen Mond“ einer kleinen Halbinsel in Norddeutschland auf ihrem Hof mit ihren Tieren und hat sich gut eingerichtet alleine zu sein. Sie lebt von ihrem Fährbetrieb und mit der Natur, bis ein ungebetener Gast ihr Leben auf den Kopf stellt.
Mariss besticht vor allem durch seine feine, sehr bildhafte Sprache. Die Beschreibungen der Natur und der kleinen, scheinbar unbedeutenden Momente am Wasser haben eine ganz eigene Poesie. Man merkt beim Lesen förmlich, wie sich der eigene Puls verlangsamt.
Ein kleiner Kritikpunkt: Ich brauchte ein wenig um mich auf die eher langsame Erzählart einzulassen. Aber dann hat es für mich den Zauber des Buches ausgemacht. Für das Buch sollte man nicht zu zartbesaitet sein, da das Leben auf dem Land alleine auf einem Bauernhof sich (für mich als Stadtkind) relativ realistisch anhört und wenig romantisiert wurde.
Ein großes Plus der Hörbuchfassung ist die Besetzung mit zwei verschiedenen Stimmen. Das Zusammenspiel der beiden Sprecher verleiht dem ohnehin schon atmosphärischen Text noch einmal mehr Tiefe und Facettenreichtum. Beide harmonieren wunderbar miteinander und fangen die ruhige, poetische Grundstimmung des Buches perfekt ein.
Fazit:
„Tage am Fluss“ ist kein literarisches Actionfeuerwerk, sondern eine leise, feinsinnige Liebeserklärung an die Natur, die Entschleunigung und wie gefährdet unser Paradies ist: Wer ein (Hör-)Buch zum Durchatmen an einem sonnigen Nachmittag sucht, wird hier sehr angenehme Stunden verbringen!