Familie ist nicht immer einfach

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Können aus Fremden Freunde werden?

Was, wenn dein gewohntes Leben durcheinander gerät? Ist es gut? Kann es zu Veränderungen führen? Ist es schlecht und du fühlst dich unwohl? Damit geht am Ende jeder anders um, doch wie ergeht es wohl Sara? Das werden wir in dem Buch herausfinden.

Denn Sara lebt zurückgezogen und hat sich mit ihrer Fähre und ihrem kleinen Hof ein eigenes Leben aufgebaut. Als plötzlich Leon bei ihr auftaucht, gerät ihr Alltag durcheinander. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, doch nach und nach kommen sie sich näher. Dabei tragen beide ihre eigenen Schicksale und Erinnerungen mit sich herum.

Das Buch hat mich mit seiner sehr besonderen und ruhigen Atmosphäre schnell in den Bann gezogen. Ich konnte mir Saras kleines Zuhause am Fluss, ihre Tiere und die ruhige Naturkulisse wunderbar vorstellen. Gern hätte ich sie selbst einmal dort besucht. Doch hinter der erstmal sommerlich anmutenden Stimmung steckt eine Geschichte mit ernsteren und sehr aktuellen Themen. Denn recht gut gefallen hat mir, wie der Klimawandel und der Schutz der Natur in die Geschichte eingebunden wurden. Jedoch nicht auf eine belehrende oder gar aggressive Art. Es wurde sehr gut in die Geschichte eingebunden und hat sich natürlich angefühlt, es zu lesen. Aber auch Verlust, Schuld, Freundschaft und verpasste Chancen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Ab und an hatte die Geschichte jedoch ein paar Längen und andere Entwicklungen gingen mir dann etwas zu schnell. Trotzdem mochte ich Sara sehr und fand es schön zu beobachten, wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert hat.
Es ist für mich ein ruhiger Sommerroman mit Tiefgang, eine Weile im Kopf bleibt und zum Nachdenken anregen kann.

ISBN: 978-3462013672
Autorin: Jochen Mariss
Verlag: Kiwi
ET: 09.07.26
Umfang: 320 Seiten