Feinfühlig, berührend, wunderbar erzählt
Die TAGE AM FLUSS sind wie ein reißender Strom, der alles mit sich nimmt. Dann wieder fließen diese TAGE… gemächlich dahin, als ob nichts wäre. Jochen Mariss Debütroman handelt von der Umwelt und der fortschreitenden Umweltzerstörung, von den Klimaaktivisten, von der Annährung der Generationen, vom Loslassen und vom Ankommen. Eine bewegende Geschichte, ein wundervoller Roman, der in der ungekürzten Hörbuchfassung über 7 Stunden und 44 Minuten von Heike Warmuth und Nils Kretschmer präsentiert wird.
Die Fährfrau Sara ist schon ein wenig eigen, sie befragt ihr Hühnerorakel und weiß dann, wenn ihre sieben Hühner auf der linken Seite picken, dass es ein guter Tag werden wird. Jochen Mariss hat sich für seinen Roman eine ganz besondere Frau ausgesucht. Sie ist schon etwas älter, sie lebt im Einklang mit der Natur, ihr Hof, der Grüne Mond, ist ihr Rückzugsort, der ihr Geborgenheit bietet, nachdem das Leben ihr nicht immer wohlgesonnen war und ausgerechnet zu ihr verirrt sich Leon, der junge Klimaaktivist. Zwei ganz und gar unterschiedliche Menschen begegnen sich, die Umstände sind schwierig. Für beide…
…deren verbindendes Element die Umwelt ist, deren Schutz ihnen am Herzen liegt. Sara betreibt, wie schon ihre Vorfahren, eine Fähre, die das Dorf Erlengrund an die gegenüberliegenden Orte anbindet – es ist nach wie vor der schnellste Weg nach drüben. Noch! Denn ein Teil der Dorfbewohner will eine Brücke, welche Sara ihre Lebensgrundlage entziehen würde, zudem wäre ein großes Stück schützenswerter Natur unweigerlich zunichte gemacht. Die Befürworter der Brücke sehen ihren Vorteil darin, ohne Umwege von einem Ufer zum anderen zu gelangen, der örtliche Bauunternehmer hat die notwendigen Gutachten bereits in der Tasche, die Gegner jedoch sehen diese eher mit gemischten Gefühlen, die Fronten sind verhärtet. Und Leon, den das Schicksal zu ihr hingeführt hat, kann sie und ihren Kampf um den Erhalt der Fährverbindung verstehen.
Man spürt die innere Zerrissenheit sowohl bei Sara als auch bei Leon. Saras Vergangenheit lässt sie nicht los und auch in Leons Leben ist vieles schief gelaufen. Haben sie sich zuvor kritisch beäugt, den anderen infrage gestellt, so haben sie sich langsam angenähert und einen Weg gefunden, sich gegenseitig zu stützen. Leon, der junge Rebell, hat sich dem Kampf um das Klima verschrieben, währenddessen Sara genau weiß, dass sie das Vergangene ruhen lassen muss.
Ich habe mich, wie oben erwähnt, für das Hörbuch entschieden - eine für mich richtige Wahl. Beide Sprecher geben Sara und Leon ihre ureigene Persönlichkeit, ich war von Sara und der warmen, dunklen Stimme der Sprecherin sehr angetan und auch dem jungen Leon habe ich seine Überzeugung, seine Aktivitäten abgenommen – beide Charaktere werden sehr atmosphärisch, sehr facettenreich dargeboten. Die in jeglicher Hinsicht feinfühlig erzählte Geschichte macht sehr nachdenklich und doch kommt sie trotz der schwerwiegenden Themen eher leicht und beschwingt daher, sie hat mich durchweg gut unterhalten. Ein Buch, ein Hörbuch, das ich sehr gerne weiterempfehle.
Die Fährfrau Sara ist schon ein wenig eigen, sie befragt ihr Hühnerorakel und weiß dann, wenn ihre sieben Hühner auf der linken Seite picken, dass es ein guter Tag werden wird. Jochen Mariss hat sich für seinen Roman eine ganz besondere Frau ausgesucht. Sie ist schon etwas älter, sie lebt im Einklang mit der Natur, ihr Hof, der Grüne Mond, ist ihr Rückzugsort, der ihr Geborgenheit bietet, nachdem das Leben ihr nicht immer wohlgesonnen war und ausgerechnet zu ihr verirrt sich Leon, der junge Klimaaktivist. Zwei ganz und gar unterschiedliche Menschen begegnen sich, die Umstände sind schwierig. Für beide…
…deren verbindendes Element die Umwelt ist, deren Schutz ihnen am Herzen liegt. Sara betreibt, wie schon ihre Vorfahren, eine Fähre, die das Dorf Erlengrund an die gegenüberliegenden Orte anbindet – es ist nach wie vor der schnellste Weg nach drüben. Noch! Denn ein Teil der Dorfbewohner will eine Brücke, welche Sara ihre Lebensgrundlage entziehen würde, zudem wäre ein großes Stück schützenswerter Natur unweigerlich zunichte gemacht. Die Befürworter der Brücke sehen ihren Vorteil darin, ohne Umwege von einem Ufer zum anderen zu gelangen, der örtliche Bauunternehmer hat die notwendigen Gutachten bereits in der Tasche, die Gegner jedoch sehen diese eher mit gemischten Gefühlen, die Fronten sind verhärtet. Und Leon, den das Schicksal zu ihr hingeführt hat, kann sie und ihren Kampf um den Erhalt der Fährverbindung verstehen.
Man spürt die innere Zerrissenheit sowohl bei Sara als auch bei Leon. Saras Vergangenheit lässt sie nicht los und auch in Leons Leben ist vieles schief gelaufen. Haben sie sich zuvor kritisch beäugt, den anderen infrage gestellt, so haben sie sich langsam angenähert und einen Weg gefunden, sich gegenseitig zu stützen. Leon, der junge Rebell, hat sich dem Kampf um das Klima verschrieben, währenddessen Sara genau weiß, dass sie das Vergangene ruhen lassen muss.
Ich habe mich, wie oben erwähnt, für das Hörbuch entschieden - eine für mich richtige Wahl. Beide Sprecher geben Sara und Leon ihre ureigene Persönlichkeit, ich war von Sara und der warmen, dunklen Stimme der Sprecherin sehr angetan und auch dem jungen Leon habe ich seine Überzeugung, seine Aktivitäten abgenommen – beide Charaktere werden sehr atmosphärisch, sehr facettenreich dargeboten. Die in jeglicher Hinsicht feinfühlig erzählte Geschichte macht sehr nachdenklich und doch kommt sie trotz der schwerwiegenden Themen eher leicht und beschwingt daher, sie hat mich durchweg gut unterhalten. Ein Buch, ein Hörbuch, das ich sehr gerne weiterempfehle.