Ganz schön viele Themen

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cynthiam Avatar

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Ich fand den Start ins Buch rund um die etwas unkonventionelle Lebensweise und den traditionsreichen Beruf von Sara sehr interessant und einnehmend und ich war so gespannt darauf, wie sich die Debatte rund um den potentiellen Bau einer Brücke entwickeln würde. Ich mag diese Art gesellschafts- und lokalpolitischer Themen richtig gern. Fand aber tatsächlich, dass dieses Buch mit Themen ein bisschen überladen ist und ihnen dadurch eigentlich nicht völlig gerecht werden kann.

Saras Familiengeschichte, die hier nach und nach ans Licht kommt, fand ich nicht nur tragisch, sondern auch absolut traurig und vor allem das Verhalten ihres Vaters hat mich wahnsinnig wütend gemacht. Umso weniger konnte ich aber auch Saras Entscheidungen was den Fährbetrieb und das Grundstück der Familie betrifft, nachvollziehen. Auch bei Leon gab es einiges an Reibungspunkten, aber genau wie bei Sara wird hier sehr wenig aufgearbeitet.

Im Mittelteil zog sich die Geschichte für meinen Geschmack ein bisschen und manche Szenen wirkten doch etwas sehr inszeniert und nicht so wirklich authentisch. Vor allem Saras emotionale Entgleisungen fand ich so ein bisschen drüber.

Das Ende lässt vieles offen, was ich einerseits sehr passend fand, gleichzeitig hätte ich mir mehr Konfrontationen und vielleicht sogar ein Stück weit Lösungen gewünscht.
Ich fands aber angenehm zu lesen, auch wenn die Handlung stellenweise so ein bisschen vor sich hinplätscherte.