Genau ins Schwarze getroffen

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buchfresserchen1 Avatar

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Mit seinem Romandebüt, Tage am Fluss , hat Jochen Mariss bei mir genau ins Schwarze getroffen.

Auf eine feinfühlige, fast poetische Art, erzählt er die Geschichte eines jungen Klimaaktivisten, der nach einer missglückten Polizeiattacke auf dem Weg in seinen Heimatort, Unterschlupf im Grünen Mond bei Sara der Fährfrau findet.

Hier kommt er zur Ruhe und erlebt mit Sara eine Zeit des RunterKommens,aber auch der Selbstzweifel, Verzweiflung und Wut.



Der Autor erzählt eine leise Geschichte, die auf viele Ohren stoßen sollte und so manchen über seine Lebensweisen zum Nachdenken bringt.

Ist es dieses Schneller, höher, weiter wirklich wert, wenn wir für zukünftige Generationen ein Katastrophenszenario erschaffen, das ihnen sicherlich nur kläglich zu ertragen gelingt?



Gegen Ende des Buches spitzt sich die Lage im Grünen Mond zu und es wird regelrecht dramatisch. Doch trotz aller Differenzen, gemeinsam können sie es schaffen.

Das war auch ein schönes Bild für mich: Gemeinsam können wir alles schaffen, wir müssen es nur endlich angehen, jeder so gut wie er kann.



Ein Buch mit zwei liebenswerten Protagonisten, das unterhält, aufrüttelt und auch tiefer zum Nachdenken anregt.