Gestrandet

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lesari Avatar

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Alles scheint wie immer. Sarah Harmsen setzt wie jeden Tag ihre Fähre über. Doch an diesem heißen Sommertag, geschieht etwas, das ihr einsames Leben für immer verändern wird. Alle ihre sorgsam errichteten Mauern geraten ins Wanken.
Ein junger verletzter Mann strandet an ihrer Fähre. Sarah ist hin- und hergerissen. Soll sie ihm helfen oder ihn verjagen? Aber wohin? Sie nimmt ihn erst einmal bei sich auf, auf ihrem abgelegenen Hof am Fluss.
Was nur vorübergehend sein sollte, wird zum Dauerzustand. Lukas macht sich nützlich wo er kann. Langsam nähern sie sich an, offenbaren einander ihre Ängste und Probleme

Es ist eine Erzählung mit einem sehr feinen Schreibstil, der der die Annäherung in Nuancen beschreibt. Anfangs halten beide Abstand voneinander und trauen sich nicht, doch mit der Zeit arrangieren sie sich, und sind schließlich füreinander da.
Nur der Leser erfährt auf den ersten Seiten, was Lukas mit sich herumträgt, und was Sarah verbirgt. Diese Erzählweise macht es spannend, ob dieses Taxieren und sich Öffnen zu mehr führen wird.
Es ist eine starke Geschichte über zwei Außenseiter. Der eine setzt sich für den Umweltschutz ein und kämpft für die Erde, die andere kämpft für den Erhalt der Fähre.
Es ist nicht nur die Geschichte zweier Außenseiter, sondern auch die Geschichte davon, was passiert, wenn das Vertrauen verletzt wurde. Die Erzählung zeigt auch, wie wenig man zum Leben braucht.

Der Roman wirkt schlicht und die Geschichte einfach, obwohl dahinter komplexe Themen stehen.
Der Autor schafft es diese komplexen Emotionen mit einer einfachen, jedoch kraftvollen Sprache zu vermitteln. Die Dialoge sind lebhaft und authentisch, die Beschreibungen des Hofes sind so bildreich, dass ich mir dieses Leben genau vorstellen konnte.

Es ist die Geschichte zweier Menschen, die auf der Suche sind, die den Leser aber auch gleichzeitig zum Nachdenken über das eigene Sein anregt. Der Schlusssatz des Buches fasst es gut zusammen:“ Die Seele lüften, den Blick weiten..“

Das Cover passt perfekt, weil es genau beschreibt, warum für Sarah Harmsen, das Schwimmen so wichtig ist.

Ein gelungener Sommerroman, der von mir die volle Leseempfehlung bekommt.