Hat mir sehr gut gefallen

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bibliokate Avatar

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Was geschieht wenn zwei Menschen die ihre ganz eigenen Kämpfe zu Kämpfen haben aufeinandertreffen und sich gegenseitig zur Stütze werden? Nachdem der junge Aktivist Leon sich nach einer Waldbesetzung auf die Fähre von Sara Harmsen gerettet hat, die nichts von seiner Vergangenheit ahnt und ihn bei sich wohnen lässt entsteht eine Freundschaft mit der die beiden wohl so nicht gerechnet hatten. Die beiden teilen ihre Liebe zu unserem Planeten und die Sorge um die Zukunft und werden zu verbündeten im Kampf um Saras Fährunternehmen das durch den Bau einer Brücke gefährdet wird. Doch haben sowohl Sara als auch Leon auch noch ihre ganz eigenen, persönlichen Kämpfe mit sich selbst auszutragen. Dieser Roman ist eher ruhig und die Geschichte läuft dahin wie in einem Fluss. Die Lebensströme der beiden Protagonisten fließen mal ineinander, mal aneinander vorbei und sind doch mit der Zeit immer mehr miteinander verbunden. Die beiden die sozusagen durch Zufall aufeinandertreffen und beide ihre ganz eigenen Geheimnisse, Narben und Verletzungen in sich tragen werden mit der Zeit gute Freunde (oder vielleicht sogar mehr?). Im ersten Moment scheint sie nicht viel zu verbinden doch je länger man liest desto mehr wird man als Leser in die Dynamik zwischen den beiden hineingezogen und will am liebsten darin versinken. Man fühlt mit ihren inneren Kämpfen, ihren Hoffnungen, auch ihrem Idealismus und ihrer Verzweiflung total mit.

Für mich war dieses unaufgeregte aber sehr berührende und tiefgründige Buch genau das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ein wirklich sehr lesenswerter, berührender und stilistisch toll geschriebener Roman über Vertrauen, Verletzungen, Zusammenhalt und Widerstandskraft.