Lesenswertes Debüt mit wichtiger Botschaft
Im Mittelpunkt von "Tage am Fluss", dem Debütroman von Jochen Mariss, steht die alleinstehende Sara Harmsen. Die fast Fünfzigjährige lebt zurückgezogen mit ihrer Hündin Luna, sieben Hühnern und drei Schafen auf einem abgelegenen Hof. In vierter Generation betreibt sie eine kleine Personenfähre, die das Dorf Erlengrund mit der Stadt verbindet. Eines Tages kommt ein junger Mann an Bord, er ist verletzt und erinnert sie an ihren jüngeren Bruder. Sie nimmt ihn mit nach Hause und behandelt seine Wunden. Leon möchte bei ihr bleiben und bietet ihr als Gegenleistung handwerkliche Dienste für ihr über die Jahre vernachlässigtes Anwesen an. Sara, anfangs wenig begeistert von Leons Anwesenheit, stellt bald fest, dass sie beide die Natur lieben und ihnen der Klimaschutz am Herzen liegt. Während sie und Leon sich langsam einander annähern, erfährt sie, dass der junge Mann ein von der Polizei gesuchter Klimaaktivist ist ...
Die Geschichte ist in schöner Sprache und in ruhigem Tempo erzählt, sie liest sich sehr flüssig. Wir lernen die menschenscheue und schroffe Selbstversorgerin Sara kennen, die ihre Tiere und Bücher liebt. Ich fand es interessant, Sara in ihrem Alltag zu begleiten, ihr bei ihren zahlreichen Tätigkeiten auf der Fähre und dem Hof über die Schulter zu schauen. Sie sorgt sich um die Existenz ihres Fährbetriebs, da der Bürgermeister plant, eine Brücke über den Fluss zu bauen. Leon macht sich Sorgen wegen seiner Zukunft, er hat sein Studium abgebrochen und sich einer Gruppe angeschlossen, die für den Erhalt des Uhlendorfer Forsts kämpft. Neben der Handlung um Sara und Leon bilden die wichtigen Themen Umweltschutz und Klimawandel einen weiteren Schwerpunkt des Romans.
Das Buch, in dem es auch um eine schwierige Kindheit, um Schuldgefühle und deren Auswirkungen auf das ganze Leben geht, hatte intensive Momente, die mich sehr berührt haben. Leider wurden einige Themen nur oberflächlich angerissen und nicht weiter verfolgt, manches war vorhersehbar, manches unrealistisch und überzogen. Die Klimathematik nahm für mein Empfinden etwas zu viel Raum ein. Dennoch habe ich den Roman bis zum stimmigen Ende gern gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.
Die Geschichte ist in schöner Sprache und in ruhigem Tempo erzählt, sie liest sich sehr flüssig. Wir lernen die menschenscheue und schroffe Selbstversorgerin Sara kennen, die ihre Tiere und Bücher liebt. Ich fand es interessant, Sara in ihrem Alltag zu begleiten, ihr bei ihren zahlreichen Tätigkeiten auf der Fähre und dem Hof über die Schulter zu schauen. Sie sorgt sich um die Existenz ihres Fährbetriebs, da der Bürgermeister plant, eine Brücke über den Fluss zu bauen. Leon macht sich Sorgen wegen seiner Zukunft, er hat sein Studium abgebrochen und sich einer Gruppe angeschlossen, die für den Erhalt des Uhlendorfer Forsts kämpft. Neben der Handlung um Sara und Leon bilden die wichtigen Themen Umweltschutz und Klimawandel einen weiteren Schwerpunkt des Romans.
Das Buch, in dem es auch um eine schwierige Kindheit, um Schuldgefühle und deren Auswirkungen auf das ganze Leben geht, hatte intensive Momente, die mich sehr berührt haben. Leider wurden einige Themen nur oberflächlich angerissen und nicht weiter verfolgt, manches war vorhersehbar, manches unrealistisch und überzogen. Die Klimathematik nahm für mein Empfinden etwas zu viel Raum ein. Dennoch habe ich den Roman bis zum stimmigen Ende gern gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.