Ruhig und eindringlich

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pusteblümchen Avatar

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Selten habe ich ein Buch gelesen, das so perfekt in die Jahreszeit passt.
„Die Nacht hatte kaum Abkühlung gebracht, der Pyjama klebte ihr am Körper, und außerdem tat ihr der Rücken weh.“
Ich konnte es fühlen und damit war ich direkt mitten im Geschehen.

Die Protagonistin Sara ist eine sehr naturverbundene Frau, die auf dem abgelegenen Hof ihrer Eltern lebt und für die kleine Fähre des Dorfes zuständig ist, die schon seit Generationen im Besitz ihrer Familie ist. Mit dem Auftauchen des Klimaaktivisten Leon verändert sich ihr Leben. Er erinnert sie an ihren jüngeren Bruder Jan und wühlt damit einiges aus ihrer Vergangenheit auf. Die beiden nähern sich langsam an und Sara öffnet sich gegenüber Leon.

Das Buch war wirklich genau meins. Sara und Leon kommen sich vorsichtig näher, hier wird nichts überstürzt und genau das passt sehr gut zu den beiden. Sie wirken authentisch, ihnen ist die Natur und die Umwelt wichtig, sie sind bereit, sich einzusetzen.

Für mich hat dieses atmosphärische Buch alles gehabt, was ein guter Sommerroman braucht: nahbare Protagonisten, wunderbare Naturbeschreibungen und Themen, die für uns alle wichtig sind.

Ich bin gespannt, was wir als nächstes von Jochen Mariss zu lesen bekommen.