Sommerlicher Roman mit Klimaschwerpunkt

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melb2508 Avatar

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Sara lebt in einer eigenen Enklave als Fährfrau, als dieses ruhige Leben eines Tages gestört wird durch das Auftauchen des verletzen Leon. Trotz ihrer anfänglichen Abneigung bleibt er bei ihr und hilft ihr, auf dem abgelegenen Hof Ordnung zu schaffen und sie kommen sich näher. 

Der Roman Tage am Fluss spielt im Hochsommer und behandelt vor allem Themen wie die Probleme, die mit dem menschengemachten Klimawandel einhergehen. Die drückende Hitze, unter der die Menschen leiden, der Fluss, der zu wenig Wasser führt, um die Fähre betreiben zu können und der Brunnen, der Sara mit Wasser versorgt und der in der Hitze und Trockenheit des erbarmungslosen Sommers auszutrocknen beginnt, sind Dinge, die ich mir beim Lesen im Sommer 2026 mehr als realistisch vorstellen konnte. 

Leon repräsentiert den Widerstand gegen den Klimawandel als Teil einer Klimagruppe, die unter anderem Wälder besetzt. Als er auf die ältere Sara trifft, prallen ein bisschen die Welten aufeinander. 

Das Thema Klimakrise ist auf jeden Fall aktuell und absolut wert, in Büchern behandelt zu werden. Ich persönlich kann mich allerdings mit Klimaprotestlern nicht wirklich anfreunden, wodurch ich keinen Zugang zur Figur Leon finden konnte. Auch Sara blieb mir bis zum Ende des Buches etwas zu fremd, als dass ich sie wirklich fühlen konnte. Die Schilderungen der Landschaft dagegen war sehr gut gelungen, die Sprache hat mir alles wie einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen lassen und mein Highlight war ganz klar das Hühnerorakel.
Alles in allem jetzt kein Highlight, aber ein gut lesbarer Roman, den ich weiter empfehlen kann.