Stimmungsvoller Roman mit aktueller Thematik - Wohlfühllektüre!

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chuckipop Avatar

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Jochen Mariss hat mit "Tage am Fluss", erschienen im Hause Kiepenheuer & Witsch, eine Sommerlektüre vorgelegt, die man wunderbar genießen kann.

Sara Harmsen betreibt in Erlengrund eine kleine Fähre, mit der sie Menschen, Tiere und Lasten über den Fluss bringt, denn der Ort wäre ansonsten von der Aussenwelt abgeschnitten. Eines Tages kommt ein junger, verletzter Mann auf die Fähre, Leon. Ein Umweltaktivist, der vor der Polizei flüchtet und erstmal die Abgeschiedenheit braucht. Sara nimmt ihn bei sich auf, im Gegenzug hilft er ihr mit dem Haus und den Tieren. Und zusammen gehen sie dann auch den Kampf gegen die Brücke an, die Saras Fähre ersetzen soll...

Der Autor hat einen stimmungsvollen, warmen und bildhaften Schreibstil, der eine totale Wohlfühlatmosphäre bei mir erzeugt hat. Der abgelegene Ort, der dahinplätschernde Fluss, die Sommerhitze waren ausgesprochen präsent.

Sara war mir von Beginn an symapthisch. Sie ist wichtig für die Gemeinschaft, ohne sich selbst wichtig zu nehmen, sie kümmert sich bestens um ihre geliebten Tiere und ihr Anwesen "Grüner Mond" und insbesondere ihre Art, Entscheidungen mittels Befragung ihres Hühnerorakels zu fällen, fand ich richtig klasse!
Mit Leon wurde ich leider nicht so recht warm, wenngleich die beiden Protagonisten im Verlauf der Handlung zu einem guten Team zusammengewachsen sind, das sich vertraut.

Ein besonderer Roman, der nicht nur im Sommer tolle Unterhaltung bietet :)