Tolles Setting, inhaltlich nicht ganz greifbar

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vo.nicole Avatar

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In "Tage am Fluss" treffen Sara und Leon aufeinander: Sara betreibt dort eine kleine Fähre und lebt zurückgezogen mit ihren Tieren, während Leon verletzt bei ihr auftaucht und Unterschlupf findet. Zwischen gemeinsamer Arbeit, der Liebe zur Natur und dem Widerstand gegen eine geplante Brücke kommen sich die beiden näher und müssen sich dabei auch ihren eigenen Wunden stellen.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mochte besonders die wechselnden Sprecher und Perspektiven. Dadurch wurde die Geschichte abwechslungsreich und kurzweilig. Auch das Setting hat mir sehr gut gefallen: Die Natur, der Fluss und das abgeschiedene Leben von Sara werden sehr atmosphärisch beschrieben.

Zu Beginn hatte die Geschichte für mich allerdings einige Längen und kam nur langsam in Fahrt. Im zweiten Teil nimmt die Spannung dann deutlich zu und es gibt einige sehr berührende Momente (Stichwort: Luna). Trotzdem blieb für mich vieles etwas schwer greifbar, gerade auch die Beziehung von Sara und Leon. Auch thematisch war ich mir nicht ganz sicher, wohin der Roman eigentlich möchte. Klimaschutz und Naturschutz spielen immer wieder eine Rolle, werden für mich aber nicht konsequent genug vertieft. Gleichzeitig ist die Geschichte Liebesroman, Naturroman und Gesellschaftsroman und bleibt dadurch ein Stück weit an der Oberfläche.

Alles in allem aber eine atmosphärische Sommerlektüre, die vor allem mit ihrem Setting und der schönen Hörbuchumsetzung punktet.