Tolles Sommerbuch

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
herzchen.65 Avatar

Von

„Tage am Fluss“ von Jochen Mariss konnte ich in den letzten Tagen kaum aus der Hand legen. Sara Harmsen lebt etwas abgelegen mit ihren Hühnern, Schafen und der Hündin Luna in der Nähe des Flusses. Sie betreibt dort eine Fähre und bringt die Dorfbewohner jeden Tag auf die andere Uferseite und das nicht immer so pünktlich, wie die es sich wünschten. An einem Sommertag möchte Leon, ein verletzter, junger Umweltaktivist, mit übersetzen. Sara nimmt ihn bei sich auf. Dafür hilft Leon ihr auf dem Hof. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lernen die beiden sich und ihre Geschichten kennen. Als dann der Bürgermeister mit dem Bau einer Brücke die Anbindung optimieren und Sara ihrer Lebensgrundlage berauben will, spitzt sich der Konflikt zwischen den Dorfbewohnern und ihr zu. Doch wie sollen sie weitermachen? Was ist wichtiger, die Natur oder doch der Fortschritt?

Jochen Mariss erzählt sehr ruhig, warmherzig und authentisch von Menschen und ihren Schicksalen. Neben den Figuren geht es sehr viel um die Natur und den Umgang mit ihr und den Klimawandel, was es für mich zu einem sehr eindringlichen und aktuellen Roman macht. Das hätte ich bei dem Titel und Cover gar nicht erwartet. Ich habe dieses Buch dafür aber sehr gerne gelesen, ein tolles Sommerbuch mit Mehrwert!