Wie eine Umarmung des Flusses
Die fast fünfzigjährige Sara Harmsen lebt mit ihrem Hund Luna, drei Schafen und sieben Hühnern sehr zurückgezogen in einem etwas heruntergekommenen Haus am Fluss, wo sie eine kleine Fähre betreibt. Damit erreichen die Einwohner*innen des Dorfes Erlengrund die andere Flusseite - doch der Bürgermeister und viele andere wollen eine moderne Brücke bauen. Damit wäre Saras Existenz gefährdet, daher weigert sie sich, ihr für das Projekt benötigte Grundstück zu verkaufen.
Eines Tages trifft sie auf den jungen Leon, der verletzt auf ihre Fähre kommt. Widerwillig verarztet Sara ihn und gewährt im Unterschlupf. Dabei weiß sie jedoch nicht, dass er Klima-Aktivist und auf der Flucht vor der Polizei ist. Sonst hätte sie ihm kaum bleiben lassen; nun hilft er ihr bei anfallenden Reparaturen und anderen Arbeiten. Die beiden kommen sich sehr zögerlich näher und in Sara kommen Erinnerungen an ihren Bruder Jan wieder hoch - dabei wollte sie nicht mehr an die Kindheit denken, zu sehr quälen sie Schuldgefühle.
Auch Leon hat ein Geheimnis: er stammt aus einem reichen Elternhaus aus Erlengrund – und ausgerechnet sein Vater möchte das Brückenprojekt um jeden Preis durchsetzen. Als die „Pro Brücke“-Bewegung Sara massiv zusetzt und der Fluss über die Ufer tritt, droht alles zu eskalieren ...
Der Plot klang recht vielversprechend, das Thema Klimakrise und Zukunftsängste aktuell. Doch leider konnte die Umsetzung mich nicht wie erhofft begeistern. Einiges an der Story fand ich recht unglaubwürdig: Eine traumatisierte Frau, die lange einsam und verschlossen lebte, öffnet sich so schnell einem fremden, jungen Mann? Auch Leons Figur war für mich nicht ganz stimmig bzw. ich wurde nicht richtig warm mit ihm.
Insgesamt wirkte die Handlung für mein Empfinden sehr konstruiert, vieles war vorhersehbar.
Positiv hervorzuheben ist der ruhige, atmosphärische Schreibstil; wer hier mehr Spannung erwartet, ist bei diesem Buch falsch.
„Tage am Fluss“ ist insgesamt ein netter Sommerroman, der für meinen Geschmack aber etwas zu klischeehaft, seicht und vorhersehbar war: Kann man mal lesen, muss man aber nicht.
Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag und an Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚
Eines Tages trifft sie auf den jungen Leon, der verletzt auf ihre Fähre kommt. Widerwillig verarztet Sara ihn und gewährt im Unterschlupf. Dabei weiß sie jedoch nicht, dass er Klima-Aktivist und auf der Flucht vor der Polizei ist. Sonst hätte sie ihm kaum bleiben lassen; nun hilft er ihr bei anfallenden Reparaturen und anderen Arbeiten. Die beiden kommen sich sehr zögerlich näher und in Sara kommen Erinnerungen an ihren Bruder Jan wieder hoch - dabei wollte sie nicht mehr an die Kindheit denken, zu sehr quälen sie Schuldgefühle.
Auch Leon hat ein Geheimnis: er stammt aus einem reichen Elternhaus aus Erlengrund – und ausgerechnet sein Vater möchte das Brückenprojekt um jeden Preis durchsetzen. Als die „Pro Brücke“-Bewegung Sara massiv zusetzt und der Fluss über die Ufer tritt, droht alles zu eskalieren ...
Der Plot klang recht vielversprechend, das Thema Klimakrise und Zukunftsängste aktuell. Doch leider konnte die Umsetzung mich nicht wie erhofft begeistern. Einiges an der Story fand ich recht unglaubwürdig: Eine traumatisierte Frau, die lange einsam und verschlossen lebte, öffnet sich so schnell einem fremden, jungen Mann? Auch Leons Figur war für mich nicht ganz stimmig bzw. ich wurde nicht richtig warm mit ihm.
Insgesamt wirkte die Handlung für mein Empfinden sehr konstruiert, vieles war vorhersehbar.
Positiv hervorzuheben ist der ruhige, atmosphärische Schreibstil; wer hier mehr Spannung erwartet, ist bei diesem Buch falsch.
„Tage am Fluss“ ist insgesamt ein netter Sommerroman, der für meinen Geschmack aber etwas zu klischeehaft, seicht und vorhersehbar war: Kann man mal lesen, muss man aber nicht.
Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag und an Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚