nachdenklicher, melancholischer Roman

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Tage des Lichts von Megan Hunter ist ein stiller, eindringlicher Roman, der mit großer Feinfühligkeit von verpassten Möglichkeiten, innerer Leere und unerfüllter Sehnsucht erzählt. Die Geschichte konzentriert sich auf wenige, entscheidende Tage und verleiht Ivys Leben dadurch eine besondere Intensität und Tiefe.

Die Figur der Ivy ist vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet: eine junge Frau voller Träume, die durch ein tragisches Ereignis in ein angepasstes, scheinbar sicheres Leben gelenkt wird. Besonders berührend ist die leise, heimliche Liebesgeschichte zwischen Ivy und Frances, die von Schuldgefühlen und gesellschaftlichen Zwängen überschattet wird. Megan Hunters klare, zurückhaltende Sprache verstärkt die emotionale Wirkung und lässt viel Raum für Zwischentöne.

Insgesamt hinterlässt Tage des Lichts einen nachdenklichen, melancholischen Eindruck. Der Roman stellt eindrucksvoll die Frage nach Selbstbestimmung und dem Mut, den eigenen Sehnsüchten zu folgen – auch wenn der Preis dafür hoch ist.