Ein Leben im Laufe der Jahrzehnte
Wir lernen Ivy im Jahr 1938 kennen. Sie ist 19 Jahre alt und voller Träume, aber auch voller Unsicherheiten. Ihre Familie ist bunt und unkonventionell und konnte ihr nicht immer den Rückhalt geben, den sie braucht. Doch dafür hat sie Joseph, ihren Bruder, auf den sie sich verlassen kann. Auch wenn die beiden sehr unterschiedlich sind, so ist ihre Beziehung doch von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Als wir Ivy das erste Mal begegnen, kommt die ganze Familie zusammen, um Ostern zu feiern. Das besondere an diesem Fest: Joseph wird zum ersten Mal seine Freundin Frances mit nach Hause bringen, und alle sind ganz gespannt darauf, sie endlich kennenzulernen. Besonders Ivy, denn eine Frau, die ihr Bruder seiner Familie vorstellt, das muss schon ein ganz außergewöhnlicher Mensch sein.
Das Osterfest vergeht, und die Familie erlebt einen Schicksalsschlag, der besonders Ivys Leben nachhaltig verändert. Bald darauf ist sie verheiratet und durchlebt ihren Alltag als Ehefrau. Der Krieg tobt in Europa, Lebensmittel sind rationiert und nachts müssen alle Fenster verdunkelt werden. Und doch ist Ivys Leben erfüllt und gleichermaßen von Entbehrungen geprägt. Denn Frances, die sie jahrelang aus den Augen verloren hatte, tritt wieder in ihr Leben. Und damit gewinnt Ivy nicht nur eine liebe Freundin, sondern erhascht auch einen Blick auf die wunderbaren Dinge, die ihr möglich wären...
Megan Hunter erzählt in "Tage des Lichts" die Geschichte eines Lebens, das aus sehr verschiedenen Phasen besteht. Ich war beim Lesen immer wieder überrascht, wie viel Erleben in so ein Menschenleben passt. Ivy hat viele Rollen und Identitäten, die sie annimmt und austauscht, die mal im Vordergrund stehen und mal in den Hintergrund treten. Sie macht schwere Zeiten durch, erlebt unglaubliches Glück, muss verzichten und ist doch glückselig. In jedem Abschnitt ihres Lebens gibt es Zwänge, und doch auch Geschenke, die sie nicht missen möchte. Diese Ambivalenz hat mich schwer beeindruckt und auch mich daran erinnert, das Leben ganzheitlich zu betrachten und den Blick schweifen zu lassen.
Ivys Leben findet vor dem Hintergrund des zweiten Weltkriegs statt, was zwar präsent ist, aber nicht weiter thematisiert wird. Das fand ich sehr interessant, weil das Buch dadurch an Tiefe und an Substanz gewonnen hat, ohne die Handlung unnötig komplexer zu machen.
Ganz besonders gut hat mir gefallen, dass Megan Hunter mit "Tage des Lichts" aufzeigt, dass queere Menschen keine moderne Erfindung oder ein Trend sind, sondern schon immer Teil unserer Gesellschaft waren. Sie skizziert die Kompromisse und die Einschränkungen, mit denen alle leben müssen, die von der Norm abweichen. Und zeigt dabei trotzdem auf, dass es jeder Mensch selbst in der Hand hat, für sein Glück zu kämpfen.
Insgesamt ist "Tage des Lichts" ein wirklich schönes Buch, bei dem es einem ganz warm ums Herz wird. Es ist keinesfalls kitschig oder schnulzig, und doch spielt die Liebe eine zentrale Rolle. Auch das historische Setting hat mir gut gefallen und empfehle das Buch jedem, der offen ist für eine etwas andere Lebens- und Liebesgeschichte.
Das Osterfest vergeht, und die Familie erlebt einen Schicksalsschlag, der besonders Ivys Leben nachhaltig verändert. Bald darauf ist sie verheiratet und durchlebt ihren Alltag als Ehefrau. Der Krieg tobt in Europa, Lebensmittel sind rationiert und nachts müssen alle Fenster verdunkelt werden. Und doch ist Ivys Leben erfüllt und gleichermaßen von Entbehrungen geprägt. Denn Frances, die sie jahrelang aus den Augen verloren hatte, tritt wieder in ihr Leben. Und damit gewinnt Ivy nicht nur eine liebe Freundin, sondern erhascht auch einen Blick auf die wunderbaren Dinge, die ihr möglich wären...
Megan Hunter erzählt in "Tage des Lichts" die Geschichte eines Lebens, das aus sehr verschiedenen Phasen besteht. Ich war beim Lesen immer wieder überrascht, wie viel Erleben in so ein Menschenleben passt. Ivy hat viele Rollen und Identitäten, die sie annimmt und austauscht, die mal im Vordergrund stehen und mal in den Hintergrund treten. Sie macht schwere Zeiten durch, erlebt unglaubliches Glück, muss verzichten und ist doch glückselig. In jedem Abschnitt ihres Lebens gibt es Zwänge, und doch auch Geschenke, die sie nicht missen möchte. Diese Ambivalenz hat mich schwer beeindruckt und auch mich daran erinnert, das Leben ganzheitlich zu betrachten und den Blick schweifen zu lassen.
Ivys Leben findet vor dem Hintergrund des zweiten Weltkriegs statt, was zwar präsent ist, aber nicht weiter thematisiert wird. Das fand ich sehr interessant, weil das Buch dadurch an Tiefe und an Substanz gewonnen hat, ohne die Handlung unnötig komplexer zu machen.
Ganz besonders gut hat mir gefallen, dass Megan Hunter mit "Tage des Lichts" aufzeigt, dass queere Menschen keine moderne Erfindung oder ein Trend sind, sondern schon immer Teil unserer Gesellschaft waren. Sie skizziert die Kompromisse und die Einschränkungen, mit denen alle leben müssen, die von der Norm abweichen. Und zeigt dabei trotzdem auf, dass es jeder Mensch selbst in der Hand hat, für sein Glück zu kämpfen.
Insgesamt ist "Tage des Lichts" ein wirklich schönes Buch, bei dem es einem ganz warm ums Herz wird. Es ist keinesfalls kitschig oder schnulzig, und doch spielt die Liebe eine zentrale Rolle. Auch das historische Setting hat mir gut gefallen und empfehle das Buch jedem, der offen ist für eine etwas andere Lebens- und Liebesgeschichte.