Ein Leben zwischen Träumen und Realität

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Es sind 6 Tage im Leben von Ivy, eben diese besonderen Tage des Lichts, mit denen Megan Hunter die Geschichte einer Frau erzählt, die sich früh durch eine Tragödie von ihren Träumen und Wünschen verabschiedet.
Der 1. Tag des Romans ist einerseits geprägt durch Ivys Fröhlichkeit, ihre Träume für die Zukunft, ihre Unbeschwertheit und die etwas chaotische Künstlerfamilie, in der sie aufwächst. Andererseits wird dieser Tag für immer ihr Leben verändern in eine Zeit vor und nach der Tragödie.
Der 2. Tag im gleichen Jahr zeigt die Veränderung Ivys, die geplagt von Schuldgefühlen und Trauer sich für eine Ehe mit einem deutlich älteren Mann entscheidet und damit alle künstlerischen und beruflichen Ambitionen aufgibt.
Ein Sprung von 6 Jahren bis zum 3. Tag, an dem sie Frances wieder trifft, die Freundin ihres Bruders, und sich eine Leidenschaft anbahnt, mit der Ivy schon abgeschlossen hatte.
12 Jahre später hat sich Ivys Leben wieder verändert, sie verliert ihre große Liebe und findet dennoch auf ganz neue Art ihren Frieden.
9 Jahre später dann der 5. Tag, an dem die Gefühle wieder Überhand nehmen, es Mut braucht, um Hoffnung zuzulassen und eine Entscheidung getroffen werden muss.
Schließlich der 6. Tag des Lichts am Ende von Ivys Leben 34 Jahre später.
In einer sehr schönen Sprache beschreibt die Autorin hier ein Frauenleben zwischen Pflichterfüllung und Leidenschaft, zwischen Träumen, Wünschen und der Realität. Mir hat die Darstellung eines 80jährigen Lebens in sechs Tagen sehr gut gefallen, die zum Teil größeren Zeitsprünge haben die Geschichte lebendig und auch überraschend gemacht.
Ein Roman über eine Frau zwischen 1938 und 1999, die vom Leben überrollt wird, den ich vor allem Frauen empfehlen würde.