Ein leiser Roman
Der Roman „Tage des Lichts" wurde von Megan Hunter verfasst und erschien am 30. Januar 2026 im C.H. Beck Verlag. Das Buch umfasst 304 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um die 19-jährige Ivy, die 1938 in England voller Träume ins Erwachsenenleben startet. Nach einem tragischen Ereignis am Ostersonntag entscheidet sie sich für ein angepasstes Leben mit Ehe und Kindern. Erst Jahre später, als sie Frances wiedertrifft, erkennt sie, wie sehr ihr etwas fehlt. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine heimliche, leidenschaftliche Liebe, die jedoch verborgen bleiben muss. Die Autorin schreibt flüssig, ruhig und emotional. Ihr Stil ist angenehm zu lesen und fängt besonders die leisen, melancholischen Töne der Geschichte gut ein. Die Spannung im Roman ist solide, aber nicht herausragend. Die Figuren sind grundsätzlich klar und übersichtlich gestaltet. Allerdings fehlt es ihnen, insbesondere der Protagonistin Ivy, an Tiefe. Teilweise empfand ich sie als nicht greifbar, was sehr schade ist. Insgesamt ist das Buch ein mittelmäßiger Roman, mit schönen Momenten, welcher hinter den Erwartungen zurückbleibt.