Ein unkonventionelles Frauenleben in besonderem Licht!
Das Cover, ein Gemälde in sommerlicher Farbgebung, drückt über das warme Spiel von Licht und Schatten durch ein nostalgisch angehauchtes Fenster ein angenehmes Ambiente aus. Auf Cressingdon, einem fiktiven, abgeschiedenen Landsitz in üppiger landschaftlicher Idylle um 1938 mit einem Atelier für unkonventionelle Bohemians wie ihre einflussreichen, malenden Eltern, dort wächst Ivy mit ihrem geliebten Bruder Joseph auf. Als Treffpunkt für Intellektuelle und Künstler ähnlich der Bloomsbury-Gruppe wird deren Zuhause beschrieben. Mit dem Buchtitel wird auf folgende sechs entscheidende Tage im Leben der Protagonistin Ivy angespielt.
Am Ostersonntag 1938 trifft Josephs Freundin Franzes erstmalig auf seine Familie auf dem Anwesen, an diesem Tag ertrinkt er aber auch beim Schwimmen im nahen Fluss. Mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt die Autorin neben der komplexen Intensität verstörter Gefühle der ganzen Familie besonders die Betroffenheit und drastische Leere nebst Sinnsuche in Ivys Leben mit 19 Jahren. Ihre unerfüllten Sehnsüchte werden überschattet von gesellschaftlichen Zwängen, nun auch von Schuldgefühlen.
Der zweite entscheidende Tag fällt auf den Apriltag von Josephs Beerdigung und Ivys Entschluss, an der Seite des älteren Familienfreundes Baer ihren sicheren Platz zu finden.
Sechs Jahre später zwischen Bomben, Explosionen und Feuer ist Ivys langweiliges Eheleben mit ihren 25 Jahren auch durch 2 Kinder eingeengt und auf die Gleichheit der Tage in 1944 beschränkt, bis durch Frances und ihre gemeinsamen Erinnerungen an Joseph auch eine sexuelle Intimität über drei Jahre erfolgt. Die Beschreibung ihrer leisen, heimlichen Liebesgeschichte ist glaubwürdig und berührend.
Erst im April 1956, nach weiteren 12 Jahren, trifft die mittlerweile vereinsamte Ivy, nun Witwe und ihre Mädchen im Internat, wieder auf Frances in London, romantisch gestimmt. Nie hat sie ihre tiefe Beziehung zu ihr als unangemessen erachtet. Neben den lebhaften Erinnerungen an Joseph verbindet sie beide immer noch das Mysterium, das sie gegenseitig in sich auslösen. Doch anstatt gemeinsam in die veränderte Welt nach dem 2. Weltkrieg hinaus zu gehen, bewegt sich Frances von ihr weg. Ivy findet schließlich emotional aufgelöst in einer Londoner Kirche zu Gründonnerstag das in neuer Form zurückgekehrte Licht – Frieden suchend.
So verwundert der fünfte entscheidende Tag im Leben von Ivy nicht, dass sie fast fünfzig-jährig im April 1965 als Nonne unterwegs zur sterbenden Mutter, aber auf gleichem Weg auch zu Frances ist, mittlerweile geschieden und als Journalistin arbeitend. Beider Brunnen des Verlangens war noch nicht versiegt.
Als Achtzigjährige nun blickt Ivy am Ostersonntag 1999 auf viele gemeinsame Jahre erfüllten Lebens voller Liebe mit Frances und folgt an diesem entscheidenden letzten Tag dem rätselhaften Licht wie dem vor vielen Jahrzehnten am schicksalhaften Fluss.
Themen wie die Liebe zwischen Frauen oder die Selbstfindung innerhalb einer unkonventionellen Künstlerfamilie mit inneren Unsicherheiten werden sehr einfühlsam und gedanklich detailliert dargelegt. Mit dem religiösen Einblick auf die Osterfeiertage mit Fußwaschung, Psalmen und Gebeten aus der Lutherbibel, mit authentischem Ausschnitt aus dem Klosterleben von Nonnen erhält dieser Roman noch mehr Tiefe, zeigt überzeugend den inneren Zwiespalt der Hauptfigur Ivy.
Am Ostersonntag 1938 trifft Josephs Freundin Franzes erstmalig auf seine Familie auf dem Anwesen, an diesem Tag ertrinkt er aber auch beim Schwimmen im nahen Fluss. Mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt die Autorin neben der komplexen Intensität verstörter Gefühle der ganzen Familie besonders die Betroffenheit und drastische Leere nebst Sinnsuche in Ivys Leben mit 19 Jahren. Ihre unerfüllten Sehnsüchte werden überschattet von gesellschaftlichen Zwängen, nun auch von Schuldgefühlen.
Der zweite entscheidende Tag fällt auf den Apriltag von Josephs Beerdigung und Ivys Entschluss, an der Seite des älteren Familienfreundes Baer ihren sicheren Platz zu finden.
Sechs Jahre später zwischen Bomben, Explosionen und Feuer ist Ivys langweiliges Eheleben mit ihren 25 Jahren auch durch 2 Kinder eingeengt und auf die Gleichheit der Tage in 1944 beschränkt, bis durch Frances und ihre gemeinsamen Erinnerungen an Joseph auch eine sexuelle Intimität über drei Jahre erfolgt. Die Beschreibung ihrer leisen, heimlichen Liebesgeschichte ist glaubwürdig und berührend.
Erst im April 1956, nach weiteren 12 Jahren, trifft die mittlerweile vereinsamte Ivy, nun Witwe und ihre Mädchen im Internat, wieder auf Frances in London, romantisch gestimmt. Nie hat sie ihre tiefe Beziehung zu ihr als unangemessen erachtet. Neben den lebhaften Erinnerungen an Joseph verbindet sie beide immer noch das Mysterium, das sie gegenseitig in sich auslösen. Doch anstatt gemeinsam in die veränderte Welt nach dem 2. Weltkrieg hinaus zu gehen, bewegt sich Frances von ihr weg. Ivy findet schließlich emotional aufgelöst in einer Londoner Kirche zu Gründonnerstag das in neuer Form zurückgekehrte Licht – Frieden suchend.
So verwundert der fünfte entscheidende Tag im Leben von Ivy nicht, dass sie fast fünfzig-jährig im April 1965 als Nonne unterwegs zur sterbenden Mutter, aber auf gleichem Weg auch zu Frances ist, mittlerweile geschieden und als Journalistin arbeitend. Beider Brunnen des Verlangens war noch nicht versiegt.
Als Achtzigjährige nun blickt Ivy am Ostersonntag 1999 auf viele gemeinsame Jahre erfüllten Lebens voller Liebe mit Frances und folgt an diesem entscheidenden letzten Tag dem rätselhaften Licht wie dem vor vielen Jahrzehnten am schicksalhaften Fluss.
Themen wie die Liebe zwischen Frauen oder die Selbstfindung innerhalb einer unkonventionellen Künstlerfamilie mit inneren Unsicherheiten werden sehr einfühlsam und gedanklich detailliert dargelegt. Mit dem religiösen Einblick auf die Osterfeiertage mit Fußwaschung, Psalmen und Gebeten aus der Lutherbibel, mit authentischem Ausschnitt aus dem Klosterleben von Nonnen erhält dieser Roman noch mehr Tiefe, zeigt überzeugend den inneren Zwiespalt der Hauptfigur Ivy.