Fremdbestimmung

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verena000 Avatar

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Der Roman "Tage des Lichts" von Megan Hunter erzählt in einzelnen Episoden wichtige Momente aus dem Leben der Protagonistin Ivy. Im Mittelpunkt stehen ihre Erfahrungen und Entscheidungen, während sie scheinbar ihren eigenen Weg geht, dabei aber oft von äußeren Erwartungen und innerer Unsicherheit bestimmt wird.
Vor allem im Mittelteil zieht sich die Geschichte etwas in die Länge. Mir fiel es schwer, richtig in die Handlung einzutauchen, da wenig Spannung entsteht. Als sehr gelungen habe ich den sprachlichen Stil des Romans empfunden. Megan Hunter schafft es, Stimmungen und Bilder sehr schön und eindrucksvoll zu vermitteln. Der Schreibstil ist poetisch und macht das Lesen angenehm. Trotz dieser sprachlichen Stärke hat mich das Buch insgesamt nicht abgeholt. Die Handlung blieb für mich eher langweilig, und auch die Aussage der Geschichte hat sich mir nicht ganz erschlossen.
Insgesamt ist Tage des Lichts sprachlich schön gestaltet, aber inhaltlich wenig fesselnd und konnte mich daher nur teilweise überzeugen.