Hat mich leider nicht abgeholt
Nach dem Erfolg von Megan Hunters „Vom Ende der Welt“ waren die Erwartungen an ihr neues Werk hoch. Doch während ihr Debüt durch eine existenzielle Wucht bestach, konnte mich „Tage des Lichts” leider nicht ganz überzeugen.
Das Cover ist zweifellos ein Highlight. Optisch macht das Buch im Regal einiges her.
Das Thema ist klassisch, doch Hunter versucht, die Grenzen zwischen Realität und einer fast schon surrealen Wahrnehmung zu verwischen. Leider war mir die Umsetzung zu vage. Die Handlung plätschert oft dahin und der Funke, der eine emotionale Verbindung zur Geschichte herstellt, wollte bei mir einfach nicht überspringen.
Megan Hunter ist für ihren sehr reduzierten, fast lyrischen Stil bekannt. Auch in diesem Buch arbeitet sie mit kurzen Sätzen und viel „weißem Raum“ zwischen den Zeilen. Was manche als kunstvoll empfinden, empfand ich dieses Mal als anstrengend. Der Stil wirkt sehr konstruiert und distanziert. Das hat den Lesefluss eher gebremst als gefördert.
Die Figuren sind mir leider fremd geblieben. Zwar beschreibt Hunter ihre inneren Zustände sehr präzise, doch mir fehlte die Greifbarkeit. Sie wirkten auf mich weniger wie echte Menschen aus Fleisch und Blut, sondern eher wie Projektionsflächen für philosophische Gedanken. Dadurch fiel es mir schwer, ihr Handeln als authentisch oder nachvollziehbar zu empfinden.
Mein Urteil: Ein stilistisch ambitioniertes Werk, das leider zu viel Distanz zu seinen Lesern hält.
Das Cover ist zweifellos ein Highlight. Optisch macht das Buch im Regal einiges her.
Das Thema ist klassisch, doch Hunter versucht, die Grenzen zwischen Realität und einer fast schon surrealen Wahrnehmung zu verwischen. Leider war mir die Umsetzung zu vage. Die Handlung plätschert oft dahin und der Funke, der eine emotionale Verbindung zur Geschichte herstellt, wollte bei mir einfach nicht überspringen.
Megan Hunter ist für ihren sehr reduzierten, fast lyrischen Stil bekannt. Auch in diesem Buch arbeitet sie mit kurzen Sätzen und viel „weißem Raum“ zwischen den Zeilen. Was manche als kunstvoll empfinden, empfand ich dieses Mal als anstrengend. Der Stil wirkt sehr konstruiert und distanziert. Das hat den Lesefluss eher gebremst als gefördert.
Die Figuren sind mir leider fremd geblieben. Zwar beschreibt Hunter ihre inneren Zustände sehr präzise, doch mir fehlte die Greifbarkeit. Sie wirkten auf mich weniger wie echte Menschen aus Fleisch und Blut, sondern eher wie Projektionsflächen für philosophische Gedanken. Dadurch fiel es mir schwer, ihr Handeln als authentisch oder nachvollziehbar zu empfinden.
Mein Urteil: Ein stilistisch ambitioniertes Werk, das leider zu viel Distanz zu seinen Lesern hält.