Leben oder LEBEN...?
"Weinen war dumm... Mit Tränen erreichte man nichts."
Megan Hunter erzählt in „Tage des Lichts“ ganz leise, anschaulich und eindringlich von Verlust, Mutterschaft und der Fragilität menschlicher Beziehungen.
Mit ihrer klaren, bildlichen und poetischen Sprache schafft sie eine fesselnde Atmosphäre, in der jedes Detail und jedes Wort, Gewicht bekommt. Leider sind mir die einzelnen Szenen durch die Jahre, die Handlung an sich, irgendwie zu blass geblieben. Das liegt wahrscheinlich an dem Fokus in der emotionalen Tiefe und der feinen Beobachtung innerer Zustände und dem Fehlen von Dialogen und Interaktionen.
"...ihr Leben war eingeengt; ohne dass sie es gemerkt hatten, hatte es diese konventionelle Form angenommen. Sie waren einfach so geworden wie alle anderen auch."
Ivy an sich als Protagonistin fand ich faszinierend. Aufgewachsen in einer Zeit voller Grenzen, Erwartungen und Regeln. Aber erwogen ohne eben diese. Trotzdem merkt man ihr in ihren jungen Jahren schon an, wie ziellos und verloren sie in dieser Welt ist. Gekrönt durch einen riesen Verlust, steht sie am Scheideweg und entscheidet sich für den, vermutlich, falschen, aber für sie zu diesem Zeitpunkt richtigen. Aber genau dadurch steht sie, Jahre später, und Jahrzehnte später wieder, immer wieder am Scheideweg und kommt doch nie wirklich an. Ihre einzige Konstante - Francis.
Und am Ende des Lebens die Frage: Würde ich was anders machen? Bereue ich etwas?
Ein zurückhaltendes, aber intensives Buch, das lange nachhallt.
Megan Hunter erzählt in „Tage des Lichts“ ganz leise, anschaulich und eindringlich von Verlust, Mutterschaft und der Fragilität menschlicher Beziehungen.
Mit ihrer klaren, bildlichen und poetischen Sprache schafft sie eine fesselnde Atmosphäre, in der jedes Detail und jedes Wort, Gewicht bekommt. Leider sind mir die einzelnen Szenen durch die Jahre, die Handlung an sich, irgendwie zu blass geblieben. Das liegt wahrscheinlich an dem Fokus in der emotionalen Tiefe und der feinen Beobachtung innerer Zustände und dem Fehlen von Dialogen und Interaktionen.
"...ihr Leben war eingeengt; ohne dass sie es gemerkt hatten, hatte es diese konventionelle Form angenommen. Sie waren einfach so geworden wie alle anderen auch."
Ivy an sich als Protagonistin fand ich faszinierend. Aufgewachsen in einer Zeit voller Grenzen, Erwartungen und Regeln. Aber erwogen ohne eben diese. Trotzdem merkt man ihr in ihren jungen Jahren schon an, wie ziellos und verloren sie in dieser Welt ist. Gekrönt durch einen riesen Verlust, steht sie am Scheideweg und entscheidet sich für den, vermutlich, falschen, aber für sie zu diesem Zeitpunkt richtigen. Aber genau dadurch steht sie, Jahre später, und Jahrzehnte später wieder, immer wieder am Scheideweg und kommt doch nie wirklich an. Ihre einzige Konstante - Francis.
Und am Ende des Lebens die Frage: Würde ich was anders machen? Bereue ich etwas?
Ein zurückhaltendes, aber intensives Buch, das lange nachhallt.