Leise Intensität zwischen Nähe und Zerbrechlichkeit

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jacqueline92 Avatar

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Tage des Lichts hat mich durch seine ruhige, klare Art sehr angesprochen. Das zurückhaltende Cover passt perfekt zur Stimmung des Romans. Megan Hunter erzählt feinfühlig von Nähe, Unsicherheit und den leisen Momenten zwischen Menschen. Der Schreibstil ist reduziert und poetisch, was mir besonders gut gefallen hat, da er viel Raum für eigene Gedanken lässt.
Die Figuren wirken ehrlich und menschlich, gerade in ihrer Verletzlichkeit. Die Geschichte ist nicht laut oder dramatisch, sondern entfaltet ihre Wirkung langsam und nachhaltig. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch ohne große Dramatik auskommt und gerade dadurch sehr nah wirkt. Viele Gedanken und Gefühle bleiben unausgesprochen und wirken dadurch umso intensiver.
Für mich ist das Buch besonders interessant, weil es zum Innehalten einlädt und lange nachklingt.