Lichtblicke und Schatten
"Tage des Lichts" ist ein ruhiger, literarischer Roman, der das Leben seiner Protagonistin in sechs ausgewählten Tagen umspannt. Beginnend im England des Jahres 1938 begleitet man die junge Ivy an einem scheinbar gewöhnlichen Ostersonntag, der sich als prägend für ihr weiteres Leben erweist. Jahre später führt eine unerwartete Begegnung dazu, dass Erinnerungen, Entscheidungen und unausgesprochene Gefühle erneut an die Oberfläche treten.
Megan Hunter erzählt diese Geschichte mit einer sehr bildhaften, poetischen Sprache. Atmosphären, Landschaften und innere Zustände werden fein und sensibel beschrieben, sodass weniger die Handlung als vielmehr die Stimmung im Vordergrund steht. Die fragmentarische Erzählweise verleiht dem Roman Tiefe und Eleganz, verlangt aber auch Aufmerksamkeit und Geduld – nicht jede Szene entfaltet sofort ihre Wirkung.
Ivy ist eine zurückhaltende, beobachtende Figur, deren innere Zerrissenheit eher zwischen den Zeilen spürbar wird als in klaren Worten. Gerade das wirkt authentisch, kann aber auch dazu führen, dass man ihr emotional nicht durchgehend nahekommt. Der Roman lebt von Zwischentönen, Erinnerungen und leisen Momenten, weniger von dramatischen Wendungen.
Insgesamt ist es eine stimmungsvolle, nachdenkliche Lektüre, die lange nachhallt. Kein Buch für schnelle Spannung, sondern für Leser*innen, die literarische Ruhe, sprachliche Feinheit und emotionale Tiefe schätzen.
Megan Hunter erzählt diese Geschichte mit einer sehr bildhaften, poetischen Sprache. Atmosphären, Landschaften und innere Zustände werden fein und sensibel beschrieben, sodass weniger die Handlung als vielmehr die Stimmung im Vordergrund steht. Die fragmentarische Erzählweise verleiht dem Roman Tiefe und Eleganz, verlangt aber auch Aufmerksamkeit und Geduld – nicht jede Szene entfaltet sofort ihre Wirkung.
Ivy ist eine zurückhaltende, beobachtende Figur, deren innere Zerrissenheit eher zwischen den Zeilen spürbar wird als in klaren Worten. Gerade das wirkt authentisch, kann aber auch dazu führen, dass man ihr emotional nicht durchgehend nahekommt. Der Roman lebt von Zwischentönen, Erinnerungen und leisen Momenten, weniger von dramatischen Wendungen.
Insgesamt ist es eine stimmungsvolle, nachdenkliche Lektüre, die lange nachhallt. Kein Buch für schnelle Spannung, sondern für Leser*innen, die literarische Ruhe, sprachliche Feinheit und emotionale Tiefe schätzen.