Poetisch
⭐️ Bemerkenswertes:
Erinnerst du dich bei manchen Büchern mehr an ein Gefühl als an den Inhalt?
Für mich ist „Tage des Lichts“ eines jener Bücher, dass mich über die Atmosphäre und das Gefühl zurück zum Inhalt führt. Über das Licht, über die Landschaft, über das Anwesen, über Ivys Cottage, über die Natur, die sich anfühlt, als wäre sie ein reales Wesen. Ja auch über die Beschreibung so vieler Kinder, so lebendig und aufgeweckt, dass man sie beim Lesen fast lachen oder weinen hört.
Ich habe Ivys Leben voller Erwartungen verfolgt, mit echter Spannung. Ich wollte wissen, wie sie weitergeht, wie sie entscheidet, wie sie liebt, wie sie scheitert, wie sie wieder aufsteht. Einige Wendungen hatten es wirklich in sich und ich habe Ivy so sehr gewünscht, dass sie sich selbst und ihr Glück findet. Ich liebe es, wenn Autorinnen mit wenigen Worten, mit Andeutungen, mit einem Hauch von Gefühl schon lange vorher spürbar machen, was sich zwischen zwei Menschen anbahnt. Diese Gabe ist nicht in jedem Text gegeben und hier habe ich sie gefunden.
Was ich wirklich einzigartig fand, war der Blick auf das Jahr 1938. Megan Hunter zeigt eben nicht die Kriegsvorzeichen, sondern konzentriert ihren Blick auf unkonventionelle Menschen, die nicht angepasst, nicht geschniegelt, sondern frei sind. Kunst, Kultur, Affären, Polygamie, ein Leben jenseits dessen, was man damals als angemessen empfunden hat. Und sie zeigt Liebe in all ihren Facetten, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, ohne daraus ein großes Statement zu machen. Sie ist einfach selbstverständlich da.
Ich habe diese poetische Sprache geliebt. Und nachdem ich vorher „Die Harpyie“ gelesen habe, kann ich nur sagen, dass diese beiden Bücher schlichtweg nicht vergleichbar sind. Was für eine Bandbreite zwischen kalter Rachelust und Poesie.
💭
Einzig die letzten Seiten von „Tage des Lichts“ wurden dann auch mir ein bisschen zu lang.
Erinnerst du dich bei manchen Büchern mehr an ein Gefühl als an den Inhalt?
Für mich ist „Tage des Lichts“ eines jener Bücher, dass mich über die Atmosphäre und das Gefühl zurück zum Inhalt führt. Über das Licht, über die Landschaft, über das Anwesen, über Ivys Cottage, über die Natur, die sich anfühlt, als wäre sie ein reales Wesen. Ja auch über die Beschreibung so vieler Kinder, so lebendig und aufgeweckt, dass man sie beim Lesen fast lachen oder weinen hört.
Ich habe Ivys Leben voller Erwartungen verfolgt, mit echter Spannung. Ich wollte wissen, wie sie weitergeht, wie sie entscheidet, wie sie liebt, wie sie scheitert, wie sie wieder aufsteht. Einige Wendungen hatten es wirklich in sich und ich habe Ivy so sehr gewünscht, dass sie sich selbst und ihr Glück findet. Ich liebe es, wenn Autorinnen mit wenigen Worten, mit Andeutungen, mit einem Hauch von Gefühl schon lange vorher spürbar machen, was sich zwischen zwei Menschen anbahnt. Diese Gabe ist nicht in jedem Text gegeben und hier habe ich sie gefunden.
Was ich wirklich einzigartig fand, war der Blick auf das Jahr 1938. Megan Hunter zeigt eben nicht die Kriegsvorzeichen, sondern konzentriert ihren Blick auf unkonventionelle Menschen, die nicht angepasst, nicht geschniegelt, sondern frei sind. Kunst, Kultur, Affären, Polygamie, ein Leben jenseits dessen, was man damals als angemessen empfunden hat. Und sie zeigt Liebe in all ihren Facetten, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, ohne daraus ein großes Statement zu machen. Sie ist einfach selbstverständlich da.
Ich habe diese poetische Sprache geliebt. Und nachdem ich vorher „Die Harpyie“ gelesen habe, kann ich nur sagen, dass diese beiden Bücher schlichtweg nicht vergleichbar sind. Was für eine Bandbreite zwischen kalter Rachelust und Poesie.
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Einzig die letzten Seiten von „Tage des Lichts“ wurden dann auch mir ein bisschen zu lang.