Ruhige, poetische Lebensgeschichte in 6 Tagen
Ivy wächst in den 1920ern in einer kleinen Künstlergemeinde in South Downs (Sussex) auf. Ihr grosser Bruder Joseph und das Hausmädchen Anne sind ihre engsten Bezugspersonen. Sie hat eine starke Verbindung zur Natur. Ihre Eltern sind Künstler und führen ein relativ freizügiges Leben. Sie wird häufig als die "Normale" oder die "Untalentierte" angesehen, während der grosse Bruder das Wunderkind ist, das zur Privatschule geht und danach in Oxford studiert. An einem Ostersonntag 1938, Ivy ist gerade 19, kehrt Joseph vom gemeinsamen Schwimmen im nahegelegenen Fluss nicht zurück. Die Leiche wird nie gefunden. Fortan ist Ivys Leben in ein Davor und Danach geteilt...
Das Buch verfolgt Ivy durch ihr ganzes Leben, die Autorin pickt jedoch 6 Tage heraus, alle im Frühling bzw. mit lockerem Bezug zu Ostern, an denen die Geschichte jeweils erzählt wird. Dazwischen passiert vieles und es gibt dementsprechend immer wieder Zeitsprünge, manches bleibt ungesagt, vieles wird impliziert. Manches scheint Ivy nicht zu reflektieren oder es bleibt ungesagt. Zum Beispiel fand ich die Beziehung zu ihren Töchtern nicht besonders gut beschrieben, hier fehlt die Tiefe. Auch die Art, wie Ivy mit ihrem viel älteren Ehemann "Bear" zusammenkommt, am Tag der Beerdigung ihres Bruders, ist eigentlich eine red flag.
Die Erzählung ist relativ ruhig obwohl hier ein ganzes Leben mit sehr vielen Veränderungen erzählt wird. Die Sprache ist wunderbar poetisch, ich habe das Lesen dadurch ausserordentlich genossen. Hier auch ein Lob an die Übersetzerin, Judith Schwaab, die Übersetzung ist hervorragend. Fazit: ein poetisches, ruhiges Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Ich bin gespannt, was von der Autorin als nächstes kommt.
Das Buch verfolgt Ivy durch ihr ganzes Leben, die Autorin pickt jedoch 6 Tage heraus, alle im Frühling bzw. mit lockerem Bezug zu Ostern, an denen die Geschichte jeweils erzählt wird. Dazwischen passiert vieles und es gibt dementsprechend immer wieder Zeitsprünge, manches bleibt ungesagt, vieles wird impliziert. Manches scheint Ivy nicht zu reflektieren oder es bleibt ungesagt. Zum Beispiel fand ich die Beziehung zu ihren Töchtern nicht besonders gut beschrieben, hier fehlt die Tiefe. Auch die Art, wie Ivy mit ihrem viel älteren Ehemann "Bear" zusammenkommt, am Tag der Beerdigung ihres Bruders, ist eigentlich eine red flag.
Die Erzählung ist relativ ruhig obwohl hier ein ganzes Leben mit sehr vielen Veränderungen erzählt wird. Die Sprache ist wunderbar poetisch, ich habe das Lesen dadurch ausserordentlich genossen. Hier auch ein Lob an die Übersetzerin, Judith Schwaab, die Übersetzung ist hervorragend. Fazit: ein poetisches, ruhiges Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Ich bin gespannt, was von der Autorin als nächstes kommt.