Magisches Buch, nicht nur in der Ferienzeit

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naydee Avatar

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"Taschenzauberei" von Judith Mohr ist ein außergewöhnliches Buch, vor allem da es gänzlich von den üblichen Normen abweicht wenn es um Format und Aussehen geht: das Cover ist nicht bunt, wie man es bei einem Kinderbuch erwarten könnte, sondern in dunklen Farben gehalten, das Querformat ist für die Hände ungewohnt und die Illustrationen von Franziska Viviane Zobel sind zwar verspielt, wirken aber durch schwarz-weiße Färbung auch ernst und gedeckt. Doch worum geht es überhaupt?

Ben ist 11 Jahre alt und erfährt gleich zu Beginn, dass er wohl die langweiligsten Ferien überhaupt erleben "darf": statt in den Urlaub zu fahren, müssen er und seine pubertierenden Schwester Paulina seinen Eltern im Familienhotel aushelfen, weil das Geld mal wieder nicht für mehr reicht. Ihm graust es regelrecht davor, vor allem als er mitbekommt, dass seine Schulkameradin Lea, ein stilles und langweiliges Mädchen, im Hotel ein Ferienjob macht.... Aber dann taucht im Hotel plötzlich ein "Hexelnzirkel Nord" statt eines "Häkelklubs Nord" auf und die einzigen, die es bemerken, sind Ben und Lea. Plötzlich werden Ferien doch spannend, vor allem wenn eine vergessene Tasche voller seltsamen Fläschchen und Pülverchen nach Abfahrt des Hexenzirkels auftaucht...

Mein Fazit: ein kurzweiliges, optisch und haptisch außergewöhnliches Buch über Freundschaft und Fantasie.