entzückende Geschichte zum Wohlfühlen

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mariesol Avatar

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Die Taschenzauberei ist – wie das Cover schon mutmaßen lässt – ein Buch, das so richtig gut geeignet ist zum Wohlfühlen. Ideal also für die Ferien!

Und es spielt ja auch in den Ferien. Ben ist ganz schön sauer, denn schon wieder muss seine Familie wegen des Hotels zu Hause blieben, und auch Ben und seine Schwester müssen mithelfen. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass die Praktikantin eine Klassenkollegin von Ben ist. Lea bringt im Unterricht kaum einen Satz heraus, der nicht geflüstert ist, und in den Pausen eifert sie den "Hyänen" nach – so nennt Ben die allzeit kichernden Mädchen, die obendrein ganz schön arrogant sind.

Als Gäste im Hotel hat sich für die erste Ferienwoche ein Häkelklub angemeldet. Und so sehen die Gäste auch aus: Alte schrullige Damen und Herren. Aber dann stellt sich heraus, dass der Häkelklub nur Tarnung für den Hexenzirkel Nord ist. Und bald schon verbringen Lea und Ben auch ihre gesamte Freizeit mit den Gästen!

Als es wieder ruhig wird im Hotel, stellen Ben und Lea fest, dass eine Tasche mit Zaubertränken zurückgelassen wurde. Um die Besitzerin zu finden, machen sich die beiden auf den Weg. Und es wird ein langer Weg, denn die Tasche hat zwar ihren eigenen Kopf, aber offensichtlich kein klares Ziel.

Judith Mohr lässt uns die beiden begleiten. Natürlich ahnen wir Lesenden, dass die Tasche ihre Besitzerin längst gewechselt hat – und dass es also gar nicht so sehr darum geht, sie wieder zurückzugeben, als vielmehr darum, mit ihrem Inhalt vertraut zu werden. So probieren die beiden nicht nur sämtliche Zaubertränke aus (und stellen fest, dass man sich keinesfalls – wie Bens Schwester – damit schminken sollte!), sondern begegnen auch gierigen Zauberern in blauen Anzügen und unheimlichen weißen Katzen. Sogar einen Instant-Dog hält die Geschichte bereit!

Aber mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Nur so viel: Das Buch eignet sich vor allem für jüngere Leser*innen (ca. 8-10). Es wird nämlich nicht allzu gruselig, sodass Eltern keine Angst haben müssen, dass nach dem Lesen schlecht geträumt wird.

Die schrulligen alten Damen und Herren, die so gern Kekse und Kuchen essen, machen die Geschichte richtig heimelig, und der zum Leben erweckte Berner Sennhund ist so richtig zum Verlieben . Ob aus ihm am Ende wieder Pulver wird? Das bleibt bis zum Schluss ganz schön spannend.