Macht neugierig!
Schon das Cover macht neugierig: düster, geheimnisvoll und wie ein echter Kriminalfall aufgemacht. Der Schreibstil der Leseprobe gefällt mir richtig gut – er liest sich flüssig, fast wie ein Roman, bleibt aber historisch präzise. Besonders spannend ist der Spannungsaufbau: Das Trinkgelage in Marakanda, bei dem Alexander im Rausch seinen Freund Kleitos tötet, ist so lebendig erzählt, dass man das Krachen des Bechers fast hört. Die Charaktere wirken vielschichtig – Alexander zwischen Größenwahn, Reue und Machtanspruch, Kleitos als loyaler, aber enttäuschter Gefährte. Ich erwarte, dass das Buch zeigt, wie aus Helden Täter werden und wie Gewalt über Jahrtausende nachwirkt. Genau deshalb würde ich weiterlesen: weil hier Geschichte nicht staubig, sondern beunruhigend nah und menschlich erzählt wird.