Sachbuch als Entertainment!
Hier ein kombinierter Eindruck von Einleitung und erstem Tatort:
Nach der klugen, fast schon bescheidenen Selbstpositionierung in der Einleitung beweist das erste Kapitel sofort, dass die Autoren halten, was sie versprechen. Der Auftakt zu Alexander dem Großen ist genau das, was die Einleitung angekündigt hat: keine Effekthascherei, sondern Spurensuche. Die zentrale Frage steht bereits im Kapiteltitel: "Alexander der Große–Alexander der Tyrann?" Und statt einer schnellen Antwort wird die Frage an einem konkreten Moment festgemacht–dem tödlichen Trinkgelage in Marakanda im Jahr 328 v. Chr.
Der Einstieg gelingt doppelt gut. Zuerst wird der Mythos aufgebaut(der Beiname "der Große" kommt erst spät bei den Römern auf), dann wird er sofort dekonstruiert: Die Römer bewundern die Eroberungen, aber schon antike Autoren zeichnen das Bild vom Gewaltherrscher.
Einleitung und erstes Kapitel ergänzen sich perfekt. Die Einleitung verspricht eine "etwas andere Geschichte der Gewalt"–und das Alexander-Kapitel hält dieses Versprechen ein. Wer den Auftakt liest, will unbedingt wissen, wie die Autoren die nächsten neun Tatorte behandeln. Der Unterhaltungswert ist hoch, aber nie auf Kosten der Substanz–genau die Mischung, die das Buch von der "Flut historischer Erzeugnisse" abhebt.
Gelungen! Mag es gern. 😌
Nach der klugen, fast schon bescheidenen Selbstpositionierung in der Einleitung beweist das erste Kapitel sofort, dass die Autoren halten, was sie versprechen. Der Auftakt zu Alexander dem Großen ist genau das, was die Einleitung angekündigt hat: keine Effekthascherei, sondern Spurensuche. Die zentrale Frage steht bereits im Kapiteltitel: "Alexander der Große–Alexander der Tyrann?" Und statt einer schnellen Antwort wird die Frage an einem konkreten Moment festgemacht–dem tödlichen Trinkgelage in Marakanda im Jahr 328 v. Chr.
Der Einstieg gelingt doppelt gut. Zuerst wird der Mythos aufgebaut(der Beiname "der Große" kommt erst spät bei den Römern auf), dann wird er sofort dekonstruiert: Die Römer bewundern die Eroberungen, aber schon antike Autoren zeichnen das Bild vom Gewaltherrscher.
Einleitung und erstes Kapitel ergänzen sich perfekt. Die Einleitung verspricht eine "etwas andere Geschichte der Gewalt"–und das Alexander-Kapitel hält dieses Versprechen ein. Wer den Auftakt liest, will unbedingt wissen, wie die Autoren die nächsten neun Tatorte behandeln. Der Unterhaltungswert ist hoch, aber nie auf Kosten der Substanz–genau die Mischung, die das Buch von der "Flut historischer Erzeugnisse" abhebt.
Gelungen! Mag es gern. 😌