Eine extrem spannende Schnittstelle
Mich hat das Buch sehr angesprochen, weil ich mich grundsätzlich für Geschichte interessiere; aus Schulzeiten aber weiß ich, dass die Vermittlung von Inhalten oft schwierig ist, ohne langweilig zu erscheinen. Dementsprechend finde ich die Schnittstelle zu “Verbrechen” sehr gut gewählt. Kriminalfälle werden in der Gesellschaft häufig als spannend aufgefasst und lassen sich dementsprechend auch besser verkaufen. Im Rahmen dieses Buches lernt man natürlich nicht nur etwas über die Kriminalfälle, sondern auch über den historischen Kontext, sodass man mit jedem Kapitel neues Wissen über verschiedene Kapitel der Weltgeschichte sammelt. Die Auswahl der Fälle ist dabei "Querbeet", d.h. sie finden an verschiedenen Orten der Welt statt und über eine lange Zeitspanne (ca. 2000 Jahre). Es gab häufiger Mal Begriffe, die nicht sehr geläufig sind (zumindest mir nicht bekannt waren), da hätte ich mir an einigen Stellen noch die ein oder andere Begriffserklärung gewünscht. Zudem habe ich mich gewundert, dass im Text keine Quellen angegeben sind. Die Quellen befinden sich am Ende gebündelt für jedes Kapitel. Für ein populärwissenschaftliches Buch ein guter Kompromiss, aber Quellenverweise im Text wirken meiner Meinung nach präziser. Insgesamt ist es aber ein sehr gut aufgearbeitetes, lehrreiches Buch über geschichtliche Verbrechen.