Wenn Verbrechen Geschichte schreiben

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Wenn Verbrechen Geschichte schreiben

Ich finde Geschichte schon immer spannend. Und natürlich fragt man sich ab und an, wie wir uns so sicher sein können, dass alles auch genauso passiert ist? ja, wir haben irgendwann Unterlagen, DNA usw. zum überprüfen. Doch am Ende kann es immer Lücken geben. Und vor allem, wie lief das mit Verbrechen ab? Heute können wir das gut aufklären, aber damals?

Daher hat mich dieses hier sofort neugierig gemacht. Denn in zehn spannenden Kapiteln nehmen die beiden Autoren uns mit zu Verbrechen, die bis heute in Erinnerung geblieben sind. Die Auswahl ist abwechslungsreich und reicht von Alexander dem Großen und den Medici über Elisabeth Báthory bis hin zu Verbrechen aus der jüngeren Geschichte.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es nicht ausschließlich darum geht, was damals passiert ist und harte Fakten abzuarbeiten. Die Autoren schauen auch hinter die Kulissen und erklären die politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Hintergründe. Dabei wird recht deutlich, wie sehr sich Wahrheit, Gerüchte und spätere (falsche) Überlieferungen manchmal vermischen.

Der Schreibstil ist angenehm und sehr verständlich. Vor allem auch für Leser, die sich damit vielleicht noch nicht so genau beschäftigt haben. Die Kapitel sind gut strukturiert und kommen ohne unnötige Ausschweifungen aus. Trotzdem fehlt es nicht an spannenden und informativen Hintergrundwissen.

Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen und dabei auch einige Fälle kennengelernt, von denen ich vorher noch nichts wusste. Für mich ist es eine gelungene Mischung aus True Crime und Geschichte.

ISBN: 978-3423264686
Autor: Niklas Fischer, Dr. Hannes Liebrandt
Verlag: dtv
ET: 29.10.26
Umfang: 320 Seiten