interessante Grundidee
Der Roman Teddy von Emily Dunlay hat mich zunächst vor allem durch seine Atmosphäre angesprochen. Schon der Einstieg hat mich neugierig gemacht. Erzählt wird in Rückblicken, die immer tiefer in Teddys Vergangenheit führen. Sie wächst in einer wohlhabenden, einflussreichen Familie auf und man begleitet sie bis hin zu ihrem Leben als Diplomatengattin in den 60er Jahren. Dabei wird schnell deutlich, wie sehr sie von gesellschaftlichen Erwartungen geprägt ist und wie wenig Raum ihr eigentlich für eigene Entscheidungen bleibt. Besonders gut gelungen fand ich die Darstellung dieser Zeit. Die Welt rund um Politik, High Society und Rollenbilder wirkt sehr lebendig und authentisch. Teddy selbst ist interessant und anderseits teilweise schwer greifbar. Einerseits hat sie Tiefe und man versteht, warum sie so handelt, wie sie handelt, aber manche Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass viel Potenzial in ihrer Entwicklung steckt, das aber nicht ganz ausgeschöpft wird. Der Schreibstil ist grundsätzlich angenehm und flüssig, und durch die wechselnden Zeitebenen bleibt man auch dran. Allerdings gab es für mich immer wieder Längen, gerade in sehr detailreichen Beschreibungen, die die Geschichte etwas ausgebremst haben.
Insgesamt ist „Teddy“ für mich ein Buch mit einer starken Grundidee und einer spannenden Ausgangssituation, das mich gut unterhalten hat, aber nicht komplett überzeugen konnte.
Insgesamt ist „Teddy“ für mich ein Buch mit einer starken Grundidee und einer spannenden Ausgangssituation, das mich gut unterhalten hat, aber nicht komplett überzeugen konnte.