Ein Paradies geht zum Teufel
Ein gewaltiges Panorama spannt Sabrina Janesch vor ihren Lesern auf. In ihrem neuen Roman führt sie uns auf ‚Eine Insel, aus Träumen geboren‘, wie es in einem Schlager des frühen 20. Jahrhunderts heißt. Doch von der ersten Zeile an wird deutlich: dieser Traum wird zum Albtraum, das Paradies zur Hölle.
Diese Metamorphose wird durch die geographische, strategisch bedeutsame Lage dieses Atolls in Gang gesetzt, die die Begehrlichkeiten des mächtigen Nachbarn der USA respektive seiner vom Kapitalismus bewegten Geschäftsleute weckt.
Das idyllische Königreich mit seinem friedlichen Nebeneinander unterschiedlichster Ethnien und einem politischen Ansatz, der höchst progressiv der weiblichen Hälfte der Bevölkerung Macht und Einfluss sichern will, geht in einem Staatsstreich unter, dem ein Fähnlein von wenigen Aufrechten vergeblich Widerstand entgegensetzen will.
Janesch‘ Roman ist ein Dokument tragischen Scheiterns. Das weibliche Trio aus abgesetzter Königin, aufrechter, aber letztlich resignierender Journalistin und einer mutigen deutschen Abenteurerin mit lauterem Herzen geht unter im männlich determinierten Getümmel der unterschiedlichen Interessen.
Der Titel des Werks ist Programm: das organisch gewachsene, souveräne Gemeinwesen wird zum bloßen ‚Territorium‘, bevor sich siebzig Jahre später die Ambitionen der Putschisten verwirklichen und Hawai‘i als letzter Zuwachs den USA eingegliedert wird.
Diese Metamorphose wird durch die geographische, strategisch bedeutsame Lage dieses Atolls in Gang gesetzt, die die Begehrlichkeiten des mächtigen Nachbarn der USA respektive seiner vom Kapitalismus bewegten Geschäftsleute weckt.
Das idyllische Königreich mit seinem friedlichen Nebeneinander unterschiedlichster Ethnien und einem politischen Ansatz, der höchst progressiv der weiblichen Hälfte der Bevölkerung Macht und Einfluss sichern will, geht in einem Staatsstreich unter, dem ein Fähnlein von wenigen Aufrechten vergeblich Widerstand entgegensetzen will.
Janesch‘ Roman ist ein Dokument tragischen Scheiterns. Das weibliche Trio aus abgesetzter Königin, aufrechter, aber letztlich resignierender Journalistin und einer mutigen deutschen Abenteurerin mit lauterem Herzen geht unter im männlich determinierten Getümmel der unterschiedlichen Interessen.
Der Titel des Werks ist Programm: das organisch gewachsene, souveräne Gemeinwesen wird zum bloßen ‚Territorium‘, bevor sich siebzig Jahre später die Ambitionen der Putschisten verwirklichen und Hawai‘i als letzter Zuwachs den USA eingegliedert wird.