Eine fundierte, aber fordernde Lektüre

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dd823 Avatar

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„Territorium“ ist ein historisch fundierter und anspruchsvoller Roman, der große Themen wie Heimat und Kolonialisierung aufgreift. Die Ereignisse rund um Hawaii im Jahr 1893 fand ich spannend, und die Leseprobe hatte mich zunächst sehr neugierig auf das Buch gemacht.

Leider konnte mich der Roman insgesamt nicht so überzeugen, wie ich gehofft hatte. Laut Klappentext stehen die gestürzte Königin, ihre Beraterin Gertrude und die Journalistin Emma sowie ihre tiefe Freundschaft im Mittelpunkt. Davon war für mich jedoch kaum etwas zu spüren. Vor allem die Königin kam im Roman nur am Rande vor – das hatte ich anders erwartet.

Die historischen Hintergründe sind sorgfältig ausgearbeitet, machen die Lektüre aber auch anspruchsvoll. Zudem zog sich die Handlung für mich stellenweise, sodass ich das Buch immer wieder für einige Tage beiseitelegte. Auch der eingewobenen Geschichte fehlte es manchmal an Spannung. „Territorium“ ist daher keine leichte Unterhaltung, sondern ein Roman, für den man Geduld und Konzentration mitbringen sollte.