Erzählenswerte Geschichte, aber der Schreibstil ist nicht mein Fall

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hornita Avatar

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Die Autorin erzählt in ihrem Roman die Annexion Hawaiis durch die USA in den 1890er Jahren. Der Schreibstil ist blumig und bildhaft und ich fand ihn anfangs passend für das exotische Setting. Aber auf Dauer wurde er anstrengend und umständlich, auch die nicht weiter erklärten hawaiischen Einschübe waren störend. Es gibt einige Perspektivwechsel und auch Zeitsprünge, die nicht konsequent eingeordnet werden und daher verwirren. Es gibt einige Passagen, die ich der Königin zuordne, da sie im Pluralis Majestatis verfasst sind. Diese sind besonders schwer zu lesen. Die träge Kolonialgesellschaft in Zeiten des Umbruchs wird gut getroffen, die Charaktere bleiben aber unnahbar und oberflächlich. Ich hätte mir gewünscht, dass nicht nur die Elite, sondern auch die Einheimischen zu Wort kommen. Man erfährt aber auch einiges über Hawaii, so waren für mich die preußischen Einflüsse überraschend. Die Autorin hat offensichtlich intensiv recherchiert, aber das Material hätte besser strukturiert werden können, die Handlungsstränge sind nicht immer klar zu erkennen. Die Geschichte finde ich grundsätzlich interessant und lesenswert, die Umsetzung war leider nicht mein Fall, daher vergebe ich drei Sterne.