Fiktion trifft Wahrheit

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moma58 Avatar

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Die Umschlaggestaltung: Einfach nur wunderschön und ein absoluter Hingucker, dafür über 470 Seiten die man sich regelrecht erarbeiten muss. Außerdem keine leichte Lektüre die einfach nebenbei gelesen werden kann. Das merkt man schon beim Aufblättern des Romans und den drei Seiten füllenden Figuren, die nach Stellung und Aufgaben gegliedert sind. Ab jetzt ist mir klar: Das bedeutet viel nachblättern während des Lesens um die jeweils betreffenden Charaktere zuordnen zu können. Hilfreich sind für mich außerdem noch die zwei abgedruckten Karten - einmal Downtown Honolulu und einmal die nähere Umgebung der Insel O'ahu. So "ausgerüstet" begebe ich mich nach Hawai'i in die Zeit von 1893 bis 1895. Grobe Inhaltsangabe: Amerikanische Großkapitalisten stürzen in einem Staatsstreich die hawaiische Königin und bereiten die gewaltsame und einseitige Eingliederung eines fremden Gebietes in das eigene Staatsgebiet der USA vor.
Drei außergewöhnliche Frauen bestreiten den Großteil der Erzählung, die für mich leider störend mit vielen hawaiischen Begriffen erweitert wird. Die englisch eingeworfenen Sätze habe ich nicht störend empfunden, da ich sie verstanden habe - aber hawaiisch?!
Hervorzuheben ist die bestimmt arbeits- und zeitaufwändige Recherche und die oft bildhafte und detailgenaue Beschreibung von Fauna und Flora.
Fazit: Lesenswert mit Einschränkung - teilweise in Du-Perspektive geschrieben und geht darüber hinaus politisch mitunter sehr ins Detail - und ja, damals wie heute: Die USA holt sich was sie will. Geschichte wiederholt sich, leider.