Hawaiische Politik 1893-1895
Schon die Überschrift der Rezension zeigt, dass ich in diesem Buch etwas gelernt habe. Normalerweise hätte ich es Hawaiianische Politik genannt, doch die Lektüre des Romans von Sabrina Janesch belehrt mich häufiger eines besseren.
Es geht um die Politik auf Hawaii in den Jahren von 1893 bis 1895, die USA möchte den Inselstaat annektieren. Eine Königin regiert das Land, ihre Vertraute ist Gertrude Wolf. Es geht um politische Intrigen, um Macht, um Vetternwirtschaft und um Gier. Viel lernt man über diese Zeit, ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass die Deutschen dort so aktiv waren. Außerdem habe ich gestaunt, dass die Frauenrechte auf Hawaii zu dieser Zeit deutlich weiter entwickelt waren als in Europa oder Amerika. In sofern sind viele interessante Informationen über diese Insel im Roman enthalten, dazu die Rolle von drei Frauen, die um die Unabhängigkeit Hawaiis kämpfen: die Königin, die Deutsche Gertrude Wolf und die hawaiische Journalistin Emma Nãwahī.
Bildgewaltig beschreibt die Autorin die Natur auf Hawaii, die Gerüche, die Farben, die Luft. Fast riecht man den starken Duft der Frangipani-Blüten beim Lesen und schwitzt in den warmen Temperaturen. Das ist einerseits sehr authentisch, für mich allerdings im Laufe des Romans ein bisschen zu viel des Guten.
Dazu kommt, dass ich mich mit dem Schreibstil schwer tue. Es ist ein wilder Mix der Perspektiven, dabei komme ich keiner der Figuren so nahe, wie ich das gerne hätte. Eingestreute hawaiische Sätze stören mich eher als das ich sie authentisch finde, denn sie werden im Buch nicht übersetzt. Es gibt sehr viele verschiedene Personen, die zum Glück an den Anfang gestellte Auflistung muss ich häufig bemühen. Dadurch komme ich nicht so in den Lesefluss, wie ich das gerne möchte.
Trotz interessanter geschichtlicher Aspekte und vieler Charakteren kann dieser Roman mich nicht vollends überzeugen. Das wunderschöne Cover und der Klappentext locken verheißungsvoll, der Schreibstil jedoch war nicht ganz nach meinem Geschmack. Ein anspruchsvolles Buch über ein unrühmliches Kapitel hawaiische Geschichte.
Es geht um die Politik auf Hawaii in den Jahren von 1893 bis 1895, die USA möchte den Inselstaat annektieren. Eine Königin regiert das Land, ihre Vertraute ist Gertrude Wolf. Es geht um politische Intrigen, um Macht, um Vetternwirtschaft und um Gier. Viel lernt man über diese Zeit, ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass die Deutschen dort so aktiv waren. Außerdem habe ich gestaunt, dass die Frauenrechte auf Hawaii zu dieser Zeit deutlich weiter entwickelt waren als in Europa oder Amerika. In sofern sind viele interessante Informationen über diese Insel im Roman enthalten, dazu die Rolle von drei Frauen, die um die Unabhängigkeit Hawaiis kämpfen: die Königin, die Deutsche Gertrude Wolf und die hawaiische Journalistin Emma Nãwahī.
Bildgewaltig beschreibt die Autorin die Natur auf Hawaii, die Gerüche, die Farben, die Luft. Fast riecht man den starken Duft der Frangipani-Blüten beim Lesen und schwitzt in den warmen Temperaturen. Das ist einerseits sehr authentisch, für mich allerdings im Laufe des Romans ein bisschen zu viel des Guten.
Dazu kommt, dass ich mich mit dem Schreibstil schwer tue. Es ist ein wilder Mix der Perspektiven, dabei komme ich keiner der Figuren so nahe, wie ich das gerne hätte. Eingestreute hawaiische Sätze stören mich eher als das ich sie authentisch finde, denn sie werden im Buch nicht übersetzt. Es gibt sehr viele verschiedene Personen, die zum Glück an den Anfang gestellte Auflistung muss ich häufig bemühen. Dadurch komme ich nicht so in den Lesefluss, wie ich das gerne möchte.
Trotz interessanter geschichtlicher Aspekte und vieler Charakteren kann dieser Roman mich nicht vollends überzeugen. Das wunderschöne Cover und der Klappentext locken verheißungsvoll, der Schreibstil jedoch war nicht ganz nach meinem Geschmack. Ein anspruchsvolles Buch über ein unrühmliches Kapitel hawaiische Geschichte.