Heimat hat viele Seiten
Bei Territorium hatte ich schon nach den ersten Seiten das Gefühl, dass es kein Buch ist, das man einfach nur nebenbei liest. Sabrina Janesch verbindet eine historische Geschichte mit der Frage, was Heimat eigentlich bedeutet und wie sehr unsere Vorstellung davon von den Geschichten geprägt wird, die wir über einen Ort erzählt bekommen. Genau diese Verbindung fand ich besonders interessant.
Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die sich auf die Spuren ihrer Familiengeschichte begibt und dabei immer tiefer in eine Vergangenheit gerät, die zunächst weit entfernt scheint. Besonders gefallen hat mir, dass Janesch Geschichte nicht wie trockenen Unterricht behandelt. Stattdessen wird sie durch persönliche Schicksale, Erinnerungen und die Perspektive einzelner Menschen greifbar. Man merkt, wie viel Recherche hinter dem Roman steckt, ohne dass es sich ständig nach Recherche anfühlt.
Trotzdem musste ich mich an einigen Stellen erst in das Buch hineinfinden. Die Geschichte verlangt Aufmerksamkeit, weil sich verschiedene Zeitebenen und Perspektiven miteinander verbinden. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass dadurch ein wenig Distanz entstanden ist und ich emotional nicht ganz so nah an den Figuren war, wie ich es mir gewünscht hätte. Gerade gegen Ende haben sich für mich aber viele dieser Fäden sinnvoll miteinander verbunden.
Sabrina Janesch schreibt sehr atmosphärisch. Besonders ihre Beschreibungen von Landschaften und Orten sind mir im Gedächtnis geblieben. Sie schafft es, eine Umgebung so detailliert zu schildern, dass sie fast selbst zu einer Figur wird. Gleichzeitig ist ihre Sprache nicht unnötig kompliziert, auch wenn manche Passagen etwas mehr Zeit brauchen.
Was ich an Territorium besonders spannend fand, ist die Frage, wie viel von einem Menschen in einem Ort und wie viel von einem Ort in einem Menschen steckt. Vergangenheit ist hier nichts Abgeschlossenes, sondern etwas, das bis in die Gegenwart hineinwirkt. Gerade dadurch hatte die Geschichte für mich mehr Bedeutung als eine reine historische Erzählung.
Das Cover gefällt mir ebenfalls gut, weil es diese Mischung aus Weite, Landschaft und etwas Geheimnisvollem vermittelt. Es passt zu einem Roman, in dem die Suche nach der Vergangenheit gleichzeitig eine Suche nach Orientierung ist.
Territorium ist sicherlich kein Buch für zwischendurch. Es verlangt etwas Aufmerksamkeit, belohnt dafür aber mit einer ungewöhnlichen Geschichte, einer starken Atmosphäre und vielen Gedanken, die über die eigentliche Handlung hinausgehen. Wer historische Romane mag, die sich nicht nur mit großen Ereignissen beschäftigen, sondern mit den Menschen, die darin leben mussten, könnte mit diesem Buch viel anfangen.
Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die sich auf die Spuren ihrer Familiengeschichte begibt und dabei immer tiefer in eine Vergangenheit gerät, die zunächst weit entfernt scheint. Besonders gefallen hat mir, dass Janesch Geschichte nicht wie trockenen Unterricht behandelt. Stattdessen wird sie durch persönliche Schicksale, Erinnerungen und die Perspektive einzelner Menschen greifbar. Man merkt, wie viel Recherche hinter dem Roman steckt, ohne dass es sich ständig nach Recherche anfühlt.
Trotzdem musste ich mich an einigen Stellen erst in das Buch hineinfinden. Die Geschichte verlangt Aufmerksamkeit, weil sich verschiedene Zeitebenen und Perspektiven miteinander verbinden. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass dadurch ein wenig Distanz entstanden ist und ich emotional nicht ganz so nah an den Figuren war, wie ich es mir gewünscht hätte. Gerade gegen Ende haben sich für mich aber viele dieser Fäden sinnvoll miteinander verbunden.
Sabrina Janesch schreibt sehr atmosphärisch. Besonders ihre Beschreibungen von Landschaften und Orten sind mir im Gedächtnis geblieben. Sie schafft es, eine Umgebung so detailliert zu schildern, dass sie fast selbst zu einer Figur wird. Gleichzeitig ist ihre Sprache nicht unnötig kompliziert, auch wenn manche Passagen etwas mehr Zeit brauchen.
Was ich an Territorium besonders spannend fand, ist die Frage, wie viel von einem Menschen in einem Ort und wie viel von einem Ort in einem Menschen steckt. Vergangenheit ist hier nichts Abgeschlossenes, sondern etwas, das bis in die Gegenwart hineinwirkt. Gerade dadurch hatte die Geschichte für mich mehr Bedeutung als eine reine historische Erzählung.
Das Cover gefällt mir ebenfalls gut, weil es diese Mischung aus Weite, Landschaft und etwas Geheimnisvollem vermittelt. Es passt zu einem Roman, in dem die Suche nach der Vergangenheit gleichzeitig eine Suche nach Orientierung ist.
Territorium ist sicherlich kein Buch für zwischendurch. Es verlangt etwas Aufmerksamkeit, belohnt dafür aber mit einer ungewöhnlichen Geschichte, einer starken Atmosphäre und vielen Gedanken, die über die eigentliche Handlung hinausgehen. Wer historische Romane mag, die sich nicht nur mit großen Ereignissen beschäftigen, sondern mit den Menschen, die darin leben mussten, könnte mit diesem Buch viel anfangen.